Am 1. Juni 1885 tritt Abbe Bérenger Saunière in Rennes le Chateau sein Amt als Pfarrer an. Bei der Renovierung der baufälligen Kirche entdeckt der Abbe angeblich mehrere geheimnisvolle Pergamente. Nachdem im Zuge weiterer Arbeiten der Bodenbelag der Kirche abgetragen wird, legen die Arbeiter ein Versteck im Boden frei. Sein Tagebucheintrag vom 21.9.1891 "Grab entdeckt". Was in dieser Zeit dort tatsächlich geschehen ist und was der Abbé bei seinen Tätigkeiten dort entdeckt hat, ist bis heute unklar. Terriblis est locus iste – dieser Ort ist schrecklich, lässt der Abbé über dem Kirchenportal einmeißeln. Der vorher mittellose Abbé gelangt innerhalb kurzer Zeit zu bedeutendem Reichtum. Er gibt in den darauf folgenden Jahren, umgerechnet, über eine Millionen Euro aus. Ab etwa 1900 kauft Saunière alle Gründstücke in Rennes le Chateau, die an die Kirche angrenzen und in den Folgejahren bis 1905 weitere in der Umgebung. Er beginnt nun mit seinen privaten Bauarbeiten, die sich über 8 Jahre hinziehen werden. Er beginnt zuerst mit dem Bau der Villa Bethania. Nach weiteren Baumaßnahmen realisiert er 1907 den Bau eines Turmes - das heutige Wahrzeichen von Rennes le Château.

Wir verfolgen zahlreiche Spuren um den Mythos von Rennes le Chateau. Klassische Autoren zum Thema wie de Sede, Lincoln, Andrews & Schellenberger werden mit ihren Thesen vorgestellt. Welche Rolle spielten Abbe Boudet und sein Kollege Gelis in dieser Geschichte? Was wußte Marie Denarnaud wirklich über das das Geheimnis des Berenger Sauniere?
Das Umfeld von Rennes le Chateau findet auf dieser Web-Site besondere Beachtung. Umliegende Orte wie Rennes les Bains, Coustaussa, Camp Grande, Chateau Bezu und zahlreiche weitere Orte werden  ausführlich dokumentiert. Wir erkunden die alten Mienen am Blanchefort und bei Arques.

Ist die Lage von Rennes le Chateau mit dem antiken Rhaede identisch? Welche Rolle spielten die Templer und Katharer (Montsegur) in der Rennes le Chateau Story? Gibt es die legendäre Krypta der "Seigneurs de Rennes" unter der alten Dorfkirche tatsächlich? Zahlreiche Raubgrabungen, die heute verschlossen sind, waren zur Zeit unserer ersten Dreharbeiten noch frei zugänglich und sind auf unserer DVD dokumentiert. Durch einen heute zugemauerten  Tunnel stossen wir im Jahr 1998 bis an die Fundamente der Kirche vor. Schon in den 50er Jahren versuchte Noel Corbu dem Geheimnis des Abbe auf den Grund zu Gehen. In dieser Zeit führten Cholet und Pellet   auf dem Grundstück des Abbe und im Umfeld die ersten Raubgrabungen aus und trieben einen Stollen bis unter die Kirche vor.

Wie ist der Abbé zu dem Geld gekommen?


A) Da gibt es die Gruppe von Autoren, die die Vorgänge um Rennes le Château in das Reich des Gewöhnlichen verweisen und dem Abbé mehr oder weniger betrügerische Machenschaften nachzuweisen versuchen (illegaler Messehandel) und ihren Gegnern in dieser Sache vorwerfen, bewusste Täuschung und Mythenbildung zu betreiben.
B) Die Autoren, die mehr oder weniger alle auf den Publikationen von de Sède, Plantard und Philippe de Chérisey (Lincoln) aufbauen, die die entscheidende Grundlage des Reichtums des Abbé dem Fund eines Schatzes beziehungsweise eines Geheimnisses von großer Bedeutung zuordnen.

A. Messehandel
Gegen Ende des 19. und auch noch Anfang des 20. Jahrhunderts besserten viele Priester ihr karges Gehalt mit dem organisierten Lesen von Messen auf. Sie bekamen auf Anfrage an ihre Diözese eine bestimmte Anzahl von Messen zugeteilt, die anschließend abgerechnet wurden. Hierfür bestand eine rege Nachfrage von Privatpersonen und Organisationen etc. Dieses System verselbstständigte sich insofern, dass Priester diesen Organisationsablauf, der normalerweise über die Diözese geregelt wurde, selbstständig in die Hand nahmen und selbige dafür auch aufhielten, um so ihren Lebensunterhalt aufzubessern.
René Descadeillas versucht in seinem Buch Mythologie du Trésor de Rennes nachzuweisen, dass Sauinières Reichtum zum Teil oder komplett aus einem von dem Priester perfekt organisierten Messehandel stammt. Er konzentriert sich hierbei auf den regen Postverkehr des Abbé, demzufolge jede Woche eine Unmenge von kleineren Postüberweisungen, mit Beträgen bis zu 40 Franc, bei Sauinière und auch auf den Namen seiner Haushälterin von dem Priester eingenommen wurden. Derselben Quelle nach soll der Abbé sogar landesweit Anzeigen in der Presse geschaltet haben. In dem Buch von Corbu - Captier L'héritage de l'abbé Saunière schlagen die Autoren mit verschiedenen Belegen in die selbe Kerbe. Irgendwann soll ihm aber dann die Kontrolle über sein kleines Wirtschaftsunternehmen entglitten sein, denn er geriet mit dem Lesen seiner Messen bereits 1893 in Rückstand. Er liest im Juli 1893 Messen, die bereits im Mai terminiert waren.
Auch Jean-Jacques Bedu kommt in seinem Buch "Autopsie d'un Mythe" zu der Schlussfolgerung, dass sich der Abbé in seinem schon industriell praktizierten Messehandel verstrickte und letztendlich das Opfer seiner eigenen Gier geworden ist. Bis 1894 finden sich tabellarische Aufstellungen über eine Unmenge von Geldbeträgen in den Aufzeichnungen des Abbé, die dann, ab diesem Zeitpunkt, schlagartig abbrechen.
Auch Descadeillas bezieht in seinem Buch "Mythologie du trésor de Rennes" eine entgegengesetzte Position zu der de Sède/Plantard Connection und lässt in seinen drei Werken zu diesem Thema kein gutes Haar an diesen Autoren. Die Gegner der oben genannten Theorie fügen hierbei an, dass die Zeit, die dem Abbé für genannte Praktiken zu Verfügung stand, niemals ausreichen konnte, einen derartigen Reichtum anzuhäufen und sie versuchen den rechnerischen Beweis dafür anzutreten. Gleichfalls beziehen sie sich auf hinterlassene Aufzeichnungen des Abbé, aus denen hervorgeht, dass solche Praktiken am 9. Januar 1894 eingestellt wurden (wobei sie nicht ausschließen können, dass es eben bis zu diesem Zeitpunkt so gelaufen sein könnte). Jedenfalls sind ab diesem Zeitpunkt keine tabellarischen Aufzeichnungen dieser Art des Abbé in seinen Hinterlassenschaften mehr anzutreffen.

B. Der Schatzfund beziehungsweise die Entdeckung eines großen Geheimnisses:
Von einem Schatzfund, beziehungsweise der Entdeckung eines großen Geheimnisses, wird nach den Versuchen Corbus erstmals wieder in den Publikationen de Sèdes 1964 die Rede sein (gespeist von Informationen Plantard´s und Philippe de Chérisey). Demzufolge fand Saunière bei den Renovierungsarbeiten an seiner Kirche geheimnisvolle Pergamente, von denen der Öffentlichkeit jedoch nur zwei Pergamente vorgestellt werden:
Das sogenannte Pergament 1 (das kleine Pergament) sowie das Pergament 2 (das große Pergament). Hierbei soll es sich Angaben Plantards zufolge jedoch nur um ein Pergament gehandelt haben (Vorder- und Rückseite), die von de Chérisey kopiert und dann als zwei Exemplare de Sède zu Verfügung gestellt wurden, der sie dann in seinen Werken veröffentlichte. Die anderen Pergamente entziehen sich auf verschlungenen Pfaden der Öffentlichkeit und werden außer Landes (nach England) gebracht und sollen sich nun in dem Schließfach einer Bank in Paris befinden.
Da die Entschlüsselung der Pergamente die Kapazität Saunières überforderte, wandte sich dieser nun, mit dem Segen des Bischofs von Carcassonne, an einen Spezialisten. Er reiste nach Paris, um sich der Hilfe Emile Hoffets bei der Dechiffrierung zu bedienen. Er besorgte sich im Louvre drei Kopien von den Bildern klassischer Meister. Das entscheidende Bild hierbei stammt von Poussin und soll eine Landschaft nahe Rennes le Château (Pontils) widerspiegeln und Bezug auf ein dort befindliches Grab nehmen. Nach Rückkehr in sein Dorf gelingt dem Abbé mit Hilfe der neu gewonnenen Informationen der Durchbruch. Er entdeckt den Schatz, beziehungsweise das Geheimnis. Aufgrund der Umstände, dass der Fund nicht näher beschrieben wird, öffnet sich der Spekulation hierüber Tür und Tor. Lincoln greift die Geschichte auf, um sich über die Plantard Connection weitere Information in dieser Angelegenheit zu verschaffen. Nun erfährt die Öffentlichkeit aus dieser Quelle etwas über das Innenleben eines Priorats von Zion (Prieuré de Sion) und warum die anderen Pergamente die Öffentlichkeit nie erreicht haben.

Ein Messehandel des Abbé ist, aus seinen eigenen Aufzeichnungen zufolge, sowie auch den Anklageschriften des Bischofs von Carcassonne nach zu entnehmen, sehr wahrscheinlich. Die Frage nach dem Umfang des tatsächlichen Kapitalgewinns, den er aus diesen Unternehmungen geschlagen hat, bleibt offen. Möglicherweise wurden nicht alle von ihm getätigten Investitionen aus dieser Quelle gespeist, womit sich die Frage nach dem "Rest" stellt. Die Möglichkeiten eines kleinen Schatzfundes oder was auch immer, ist nicht so leicht zu beantworten. Allerdings hätten sich die Umstände eines möglichen Schatzfundes sicherlich nicht so abgespielt, wie es uns verschiedene Autoren glauben machen wollen. Eine Betrachtung der Strömung de Sède / Plantard macht schnell verschiedene Diskrepanzen sichtbar. Das Grab von Pontils passt aus verschiedenen Gründen weder zu dem Bild Poussins, noch zu der Geschichte von Rennes le Château und lässt einen luftigen Eindruck über das Konstrukt ihrer Produzenten entstehen: Der Hintergrund des Bildes stimmt nicht mit der Landschaft überein und das Grab ist erst nach 1900 entstanden.
Auch ist zu der sogenannten Prieuré de Sion zu sagen, dass eine von den Autoren geschilderte Prieuré in dieser Form historisch nicht belegbar ist. Die von de Sède verbreiteten so genannten Pergamente lassen sich ebenfalls in Frage stellen (eine Schöpfung de Chérisey´s - siehe auch Kodex Bezae).
Auch ist der angegebene Fundort der Pergamente als Fake entlarvt. Sie verlegen den Fundort der drei Holzzylinder, in denen sich die Pergamente befunden haben sollen, in das Innere des westgotischen Altarpfeilers. Nun stand dieser Pfeiler bis vor einiger Zeit verkehrt herum aufgestellt im Garten der Kirche und es ließ sich nicht ermitteln, ob der Pfeiler an dieser Stelle über eine Öffnung verfügt, in der sich derart sperrige Objekte unterbringen ließen. Der Pfeiler steht nun im Museum. Jedermann kann erkennen, dass in der Verzapfung auf der Oberseite des Pfeilers für solche Objekte kein Platz ist.
Auch Hinweise der "Spur" von Corbu führen zu keinem schlüssigen Ergebnis. Zwar taucht auch hier ein einzelnes Pergament auf, dass in einem Holzpfeiler gefunden wurde, doch werden hierzu keine weiteren Angaben gemacht. Der Verbreitung dieser Geschichte zufolge hat der Abbé seinen Reichtum einem Schatzfund zu verdanken. Nichts desto trotz muss das Geld für seine immensen Bautätigkeiten letztendlich vorhanden gewesen sein, denn alle Rechnungen wurden von ihm beglichen. Durch seine royalistische Gesinnung wäre es ebenfalls möglich, dass der Abbé unter dem Landadel der Gegend so manchen Spender und Sponsoren für die Finanzierung seiner Projekte gewinnen konnte.
 

Raubgrabungen in Rennes le Chateau:

Quellen: Cholet, Pellet, Corbu

Cholet, der in den 60er Jahren die 1. offizielle Grabungen innerhalb der Kirche durchführt beginnt seinen Bericht mit einer historischen Abhandlung über RLC. Seine Quellenangaben hierzu sind leider wenig weiterführend. Er verweist in diesem Teil seiner Abhandlung auf eine weitere Kirche, die sich in dem Dorf befunden haben soll (St. Pierre) und die bei der Eroberung durch die Truppen des H. Trastamare restlos geschleift wurde.
In diesem Zusammenhang wird auch auf angebliche Untergeschosse in dem Plateau von RLC eingegangen, die durch einen Zugang besagter Kirche zu erreichen gewesen sein sollen. Die genaue Lage dieser Untergeschosse sollen auf einem nicht näher bezeichnetem Dokument eingezeichnet sein. Diese Untergeschosse sollen durch ein weit verzweigtes Tunnelsystem mit der Burg von Blanchefort und Coustaussa in Verbindung gestanden haben.

 Nach dem historischen Vorbau in seinem Bericht wendet sich Cholet dann den Grabungsaktivitäten des Beringer Sauniere zu: "die Arbeiter waren den ganzen Vormittag damit beschäftigt eine schwere Steinplatte in der Kirche zu heben. Gegen Mittag ist es geschafft. Nachdem die Arbeiter die Steinplatte hoch gewuchtet haben gähnt ihnen eine finstere Öffnung am Boden entgegen. Die Stufen einer Treppe führen in die Tiefe".
Zu seinen eigenen Grabungen äußert Cholet sich dann wie folgt: "unsere Grabungen vor und hinter dem Altar brachten kein Resultat. Wir drangen bei den Grabungen bis auf den gewachsenen Untergrund des Felsplateaus vor. Hier stießen wir an der Südseite in der Kirche auf mehrere leere Hohlräume. Unter der Treppe zur Kanzel entdeckten wir die zugeschütteten Reste einer Wendeltreppe die in die Tiefe führte. In der gegenüberliegenden Sakristai wurde im Bodebereich eine Treppe entdeckt die in Richtung Süden verläuft".
Beide Funde wurden seltsamerweise nicht weiter verfolgt. Auch finden sie in dem weiteren Verlauf der Grabungsarbeiten keinerlei Erwähnung mehr.
Cholet schildert anschließend, wie sich Domergue ein Jahr später durch einen 18 Meter langer Tunnel bis unter den Altar in der Kirche wühlt. In seinem Bericht brachten auch diese Aktivitäten keinerlei Erkenntnisse über mögliche Untergeschosse oder der vermuteten Krypta unter der Kirche.
Im Garten neben dem Friedhofseingang wurden bei Raubgrabung in den 60er Jahren die sterblichen Überreste von 3 Personen entdeckt - stumme Zeugen eines Verbrechens, das bis heute nicht aufgeklärt ist. Ein 20 Meter tiefer Schacht wird hier gegraben. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist nicht dokumentiert - der Schacht wird später wieder zugeschüttet.

1968 ist Buthion Eigentümer des Anwesens. In dieser Zeit gräbt Jean Pellet in der Mitte des an die Villa Bethania angrenzenden Garten des Abbé einen tiefen Schacht in das Plateau. In über 10 Meter Tiefe stößt er auf archäologische Artefakte. In einem Interview mit Pellet ist die Rede von einem verschütteten Gewölbe als Teil eines alten Untergeschoss. Der Schacht wird kurze Zeit später auf Veranlassung Buthions wieder zugeschüttet und versiegelt.

Tourist Office - Von dem ehemaligen Pferdestall gegenüber der Kirche, in dem sich heute der Tourist Office befindet, gähnt früher ein finsteres Loch im Boden dem Besucher entgegen. Von hier aus wurde der Versuch unternommen die Kirche zu untertunneln, um dem Geheimnis des Abbe auf die Spur zu kommen. Der Versuch schlug allerdings fehl. Der Boden über dem Tunnel senkte sich und brachte die Grabung zu Einsturz.

Der Arbeitsraum Saunières im Erdgeschoss der Tour Magdala. Durch des Fußboden haben Raubgräber einen Schacht in das Fundament getrieben und ihn anschließend wieder sorgfältig verschlossen. Bei einer Fernsondierung im Jahr 2001 wird hier in 2 Meter Tiefe neben der alten Grabung eine Unregelmäßigkeit in der Bodenstruktur festgestellt. Der Boden wurde daraufhin erneut aufgehackt und ein etwa 2m tiefer Schacht wurde gegraben. Gefunden wurde bei dieser spektakulären Aktion nichts (ein Steinbrocken wurde freigelegt, der für besagte Unregelmäßigkeit verantwortlich gemacht wurde). Das einzige Resultat dieser Bemühung - der Riss im Fundament des Turms hat sich nun erweitert.

Im Bereich der Wallanlage, direkt neben dem Tour Magdala stoßen wir auf eine weitere Raubgrabung. Der Abraum vermittelt einen Eindruck über den Umfang dieser Grabung. Ein enger Schacht führt etwa 10 Meter tief in den gewachsenen Felsen de Plateaus. Wollte man sich hier Zugang zu den unterirdischen Gewölben in Felsplateau verschaffen, von denen auch bei Pellet die Rede ist? Als wir uns im Sommer 1999 mühevoll den Schacht hinunter begeben, stoßen wir auf den Anfang eine Stollens, der nach wenigen Metern endet.

Die Orangerie - jetzt nur noch das Skelett eines ehemals stolzen Gewächshauses. - Hier im Untergeschoss wurde 2002 der Zugang zu einer weiteren umfangreichen Grabung freigelegt. Unter der Wendeltreppe führt ein Tunnelsystem tief in das Felsplateau. Der Schacht im Untergeschoß der Orangerie (unter der Wendeltreppe) folgt einer Felsspalte mehrere Meter senkrecht nach unten. Von hier aus führt ein Stollen in Richtung des Pfarrhauses. Die Feuerwehr von Couiza wurde auf Betreiben des Bürgermeisters 2002 zur Erkundung des Stollens hier eingesetzt. Danach wurde der Zugang verschlossen. Gefunden wurde bei dieser Aktion nichts. Auch unsere eigene Erkundung seinerzeit erbrachte keine neuen Erkenntnisse. Der Stollen folgte einer natürlichen Felsspalte und verlor sich im Untergrund. 

Außenmauer des Friedhofs - vier Grabungen fanden in der Außenmauer des Friedhofs statt. Die aufwendigste Raubgrabung wurde bereits vor mehreren Jahren zugemauert. Hier wurde ein weiterer Versuch unternommen die Kirche zu untertunneln. Der Stollen führt von der Außenmauer unter dem Friedhof entlang und endet unter der Westseite der Kirche an den Fundamenten zwischen Kirche und Pfarrhaus (2 Bilder oben + unten - Fotos by P.Müller). Das obere Bild zeigt die Fundamente der Kirche. Das untere Bild zeigt den Tunnelabschnitt unter dem Friedhof.
Bei einer Fernsondierung mit modernen technischen Equipment werden 2001 Unregelmäßigkeiten unter dem Boden der Kirche festgestellt. Die Frage, ob es sich bei diesen Störungen im Boden um Folgen der damaligen Raubgrabungen handelt, oder ob man die Position einer Krypta lokalisiert hat, bleibt letztendlich offen, denn eine weiterführende Sondierung bzw. Grabung findet in der Kirche bis heute nicht statt. Alle Berichte die sich auf diese Sondierung beziehen und die als Resultat der Untersuchungen die genaue Lage der Krypta propagieren oder gar von ersten Fotos reden sind Fantasieprodukte ihrer Verbreiter.

Aktuelle Grabungen: Die Grabungen die dann tatsächlich aufgrund dieser Untersuchungen gestartet wurden, fanden in der Tour Magdala statt. Ausgerechnet an der Stelle, an der in den 60er Jahren bereits schon eine Grabung (mit allerdings nicht dokumentierten Ausgang) stattfand. Das Resultat heutiger Bemühungen war ein Fehlschlag. Es wurde ein großer Stein an die Oberfläche transportiert.