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Font de Dotz Voraussetzungen: sehr gute Kletterkenntnisse und Ausrüstung erforderlich (Ausrüstung ist nach etwa 70 m in der Höhle zwingend erforderlich!). Ausrüstung: Sitzgurt - diverse Bandschlaufen und Karabinerhaken - Abseilgerät: Acht, Grigri oder Stop - Gerät(e) zum Umhängen am Seil - Steigklemmen, Steigschlaufe und Seil nach Erfordernis. Ein Ausschnitt aus dem Plan der Höhle... Im Bereich des Bugarach befinden sich mehrere bedeutende Höhlen. Am Fuß des Felsmassivs liegen drei Zugänge zu dem umfangreichen Höhlensystem Font de Dotz.
Eine erstmalige Erwähnung dieser Höhle erfolgte durch Esteve im Jahr 1897. Erst in späterer Zeit, ab 1967 wurde die Höhle dann erkundet und abschnittweise trocken gelegt (abgepumpt). Ihre Erforschung dauert bis heute an. Bisher wurden Streckenabschnitte von über 3 km Länge erkundet. Doch nur ein Zugang ist problemlos ohne große Ausrüstung zu bewältigen.
Auf meiner Tour im August 2007 soll endlich Bild- und Videomaterial über diese legendären Höhle beschafft werden. Doch leicht gesagt. Im Zuge der Recherche ist es mir gelungen die Lambert-Koordinaten verschiedener Höhlen am Bugarach zu ermitteln. Sorgfältig wurden die Daten auf die IGN Karte übertragen. Hierbei zeichnen sich dann auch erste Probleme ab. Zwei Objekte liegen im Steilmassiv des Bugarach, sicherlich schwer zu finden oder gar zu begehen. Doch eine weitere Höhle, Font de Dotz, liegt diesen Angaben zu folge am Fuß des Massivs und sollte somit leicht erreichbar sein (Foto links by Udo Vits). Doch wer das unübersichtliche Gelände am Bugarach kennt weiß, dass Positionsangaben auf einer IGN Karte vor Ort nicht unbedingt zielführend sein müssen.Mitte August bin ich dann endlich am Bugarach. Zwar scheinen die Höhlen hier bekannt zu sein, doch niemand kann mir eine Wegbeschreibung geben oder auch nur annähernd erklären in welchem Abschnitt des Geländes sich die Zugänge verbergen. Auch Udo Vits (Buchautor - Der Muezzin von Rennes le Chateau), mit dem ich unterwegs bin, ist skeptisch. Wir brechen gemeinsam am Fuß des Bugarach auf, um einen Zugang zu dem Höhlensystem zu finden. Die Suche gestaltet sich auf Grund der Unübersichtlichkeit des Geländes wie erwartet als extrem schwierig. Wir trennen uns, um zeitgleich ein größeres Gelände absuchen zu können. Nach etwa einer Stunde bergauf, bergab, ist meine Laune am Tiefpunkt angelangt. Udo hat sich inzwischen den Berghang runtergearbeitet und ist nicht mehr zu sehn. Ich gehe wieder Richtung Ausgangspunkt zurück, in der Hoffnung, dass die Koordinaten auf meiner Karte so falsch nicht sein können. Ich beschließe eine kurze Pause einzulegen, mache es mir auf einem Stein bequem und zünde mir eine Zigarette an. Während meine Gedanken kreisen, schweift mein Blick umher und bleibt plötzlich an einer schmalen Betonleiste etwa 3 m vor mir am Boden hängen. Ich spüre deutlich wie mich diese wichtige Botschaft erreicht. Automatisch stehe ich auf und fege mit der Hand das Laub weg. Vor mir liegt plötzlich eine Metallabdeckung. Ich bin Überrascht. Eine Luke läst sich leicht hochklappen und mein Blick fällt in einen dunklen Schacht, in dem eine Metalleiter in die Finsternis führt. Ich habe den Zugang zur Höhle tatsächlich entdeckt! Ich drehe sofort eine erste Filmsequenz vom Eingang. Anschließend mache ich mich auf die Suche nach Udo. Nach einiger Zeit stehen wir dann gemeinsam am Eingangsschacht. Udo staunt nicht schlecht über die versteckte Lage des Zugangs. Der Eingangsbereich ist eigentlich nur durch ein extrem gutes Gespür oder puren Zufall zu finden. Kein Wunder, dass dieser Höhle nur einem kleinen Kreis Speläos bekannt ist. Ich kann es kaum erwarten, die Leiter hinabzusteigen. Udo filmt meinen Abstieg über die Leiter in den etwa 8 m tiefen Schacht. Nachdem meine Filmausrüstung in den Abgrund transportiert ist, klettert Udo vor. Ich folge mit meinem Film - Equipment.

Durch ein enges Loch am Boden des ersten Abschnitts geht es weiter in einen verzweigten, fast unberührten Abschnitt des Höhlenlabyrinths, in dem sich zahlreiche Stalaktiten erhalten haben (Foto oben by Udo Vits).
Durch ein weiteres, extrem enges Loch, geht es dann in einen längeren, sehr eindrucksvollen Abschnitt der Höhle, der nach einiger Zeit an einem etwa 4m tiefen senkrechten Abgrund endet. Hier befinden sich keine Kletterhilfen wie Haken oder Seil. Nach einer intensiven Beratung über unserer weiteres Vorgehen und einer Sondierung des Hindernisses beginnen wir den Abstieg. Durch äußert bizarre Felsformationen geht es nun in einer hohen Tunnelröhre weiter. Auf linker Seite taucht ein Führungsseil an der Wand auf, das auf einen senkrechten etwa 6-7m tiefen Abgrund führt. Der Gang fällt hier stark abschüssig nach unten ab. Der Boden ist glitschig und bietet keinerlei Halt.
Ein Jahr später, 2008 sind wir mit einer Kletterausrüstung zurück. Wir seilen uns in in die Finsternis ab. Durch mehrere große Hallen stoßen wir weiter in die Tiefe vor. Die Höhle bietet zahlreiche Überraschungen. Noch weiter unten, unterhalb des Bugarach, stoßen wir dann auf einen kleinen unterirdischen Fluß und einen See. Weitere Infos und ein spektakuläres Video dazu auf der neuen DVD. Plan der Höhle (Ausschnitt)...

Die deutsche Erstbegehung der Höhle erfolgte im August 2007 durch Peter Ernst und Udo Vits. Weitere Infos und Video auf der DVD „Der Rennes le Chateau-Report - Expedition 2007 und auf der neuen DVD Expedition 2008“ (aktuelles Bildmaterial - siehe letzten 4 Bilder).
Lokalisierung: Peter Ernst
Copyright: 7 Fotos by Peter Ernst / 5 Fotos by Udo Vits
Das Video dieser Erkundung bei Youtube...
Weitere Informationen auf unserer neuen Rennes le Chateau DVD - Expedition 2008 (limitierte Auflage)
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