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  • Samstag, 28. Januar 2012

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Bufo Fret

Voraussetzungen: sehr gute Kletterkenntnisse und Ausrüstung erforderlich (Ausrüstung ist nach etwa 250 m in der Höhle zwingend erforderlich!).
Ausrüstung: Sitzgurt - diverse Bandschlaufen und Karabinerhaken - Abseilgerät: Acht, Grigri oder Stop -  Gerät(e) zum Umhängen am Seil - Steigklemmen, Steigschlaufe und Seil nach Erfordernis.

Die Entdeckung der Höhle erfolgte relativ spät  im Jahr 1998 durch Christian Raynaud. Dann, ab 1999, erfolgte eine erste systematische Erforschung dieses komplexen Höhlensystems. Im Zuge dieser Erkundungen (bisher knapp 5 km) wurden auch die Leitern im Fels- und Höhlenbereich installiert. Die Erforschung der Höhle dauert bis heute an.
Quelle: örtlicher Speläo-Verein und eigene Erkundungen vor Ort

Bufo Fret

Am frühen Nachmittag beginnen wir unseren Aufstieg zum Bugarach. Ohne Weg und ohne Pfad bewegen wir uns auf die Steilwand zu. Nach einer halben Stunde haben wir die erste Etappe geschafft. Wir stehen vor der steil aufragenden Felswand des Pech Bugarach. Doch was nun? Wir beschließen uns wieder aufzuteilen. Ich suche die rechte Seite der Felsklippe ab und Udo verfolgt die linke Seite. Ich klettere an der Felswand entlang, bist es absolut nicht mehr weiter geht. Etwas frustriert wende ich mich dann der anderen Seite zu, in der Hoffnung, dass Udo mehr Glück hatte. Nach kurzer Zeit höre ich Udo rufen. Wenig später bin ich da. Udo hat im oberen Bereich der Felswand eine Metallleiter entdeckt. Endlich! Wir scheinen unserem Ziel nah zu sein.

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Wir beginnen in der steilen Felswand hochzuklettern um an die Leiter zu gelangen. Udo recht leichtfüßig und ich beladen wie ein Packesel. Auf meinem Rücken befindet sich mein Rucksack mit  Beleuchtungstechnik daran verschnürt der Koffer mit meinem Film - Equipment und darauf aufgebunden ein Stativ für die Kamera. Nach kurzer Zeit ist es geschafft. Wir haben die Metalleiter erreicht. Starke Windböen zerren beim Aufstieg an der senkrechten Felswand an mir und meiner Ausrüstung. Oben am Ende der Leiter ist es noch nicht geschafft. Hier ist ein Sicherungsseil angebracht, mit dem es dann weiter in der Wand aufwärts geht. Doch dann, endlich, gelangen wir in einen bewaldeten Felskessel mitten in der Steilwand. Es ist noch nicht klar wie es weiter geht. Doch irgendwo hier muss sich der Höhlenzugang befinden. Im oberen Bereich des Felskessels stoße ich dann auf den Höhlenzugang. Ich bin mir sicher, das muss er sein, denn kurz hinter dem Zugang befindet sich eine Leiter die senkrecht in der Finsternis abwärts führt.
Kurze Zeit später ist auch Udo da. Trotz der Strapazen muss ich grinsen. Wir haben es wieder mal geschafft.Wir machen es uns am Höhleneingang bequem. Ich packe meine Beleuchtungstechnik aus meinem Rucksack aus und stelle mein Equipment zusammen. Nun kann es endlich losgehen.


Bufo FretAus dem Höhleneingang bläst uns ein starker Windzug entgegen. Ein gutes Zeichen. Udo klettert durch den engen Zugang zur Leiter voraus. Ich folge und lasse an einem Seil meine Ausrüstung runter. Dann stehen wir in einem zugigem Felsschlot von dem zwei Gänge weiter in die Tiefe führen.
Während ich meine Kamera auspacke und betriebsbereit mache steigt Udo bereits durch den linken Eingang weiter abwärts. Ich halt die Kamera voll drauf. Der Abstieg in die folgende Felskammer erweist sich als wenig problematisch. Udo bleibt einmal kurz mit seiner Jacke hängen doch dann geht es weiter. Ich hoffe du hast das gefilmt tönt es von unten herauf. Klar gebe ich zu verstehen, deshalb bin ich schließlich hier. Wir folgen der Höhle zu einem abgepumpten Siphon, der in einen scheinbar unendlich langen Kriechgang mündet. Die Decke des engen etwa 40 cm hohen Gangs besteht aus losem Gestein. Keiner von uns ist bereit da durchzukriechen. Soll hier schon Schluss sein. Kaum vorstellbar denke ich. Irgendwo muss es weiter gehen. Doch bevor ich ernsthaft bereit bin darüber  nachzudenken , in das Loch vor mir zu kriechen, will ich wissen, ob es auf der anderen Seite im Eingangsbereich weiter geht (Foto links by Udo Vits). Wir klettern wieder 50m zurück um den anderen Zugang zu verfolgen. Als Udo in Felsröhre kriecht fliegen mir Laubreste und kleinere Steine entgegen. Der Querschnitt der Röhre hat sich in diesem Augenblick verringert und die Luft wird nun wie durch ein Flugzeugtriebwerk durch die Röhre gepresst und reißt buchstäblich alles mit.

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Der Fels in der Röhre erweist sich obwohl er optisch bröselig aussieht als betonhart mit scharfen Rillen und Kanten (Foto oben by Udo Vits). Das Klettern in der zeitweise engen Röhre erweist sich als mühsam. Es geht auf und ab und Udo muss mir mehrmals die Kamera abnehmen. Nach einer scheinbar endlosen Zeit in der Felsröhre weitet sich die Höhle endlich und der Windstrom setzt aus. Vor uns liegt eine hohe Galerie, die sich abwärts in der Dunkelheit verliert. Endlich habe ich den Eindruck mich in einem wirklich großen Höhlensystem zu befinden. Der Abstieg zieht sich hin. Wir müssen zuerst das jeweilige Umfeld ausleuchten um dann ohne jede Kletterhilfe weiter abwärts zu steigen. Hoffentlich taucht nicht irgendwo wieder ein Schacht auf an dem es dann wie gestern nicht mehr weiter geht denke ich.

Bufo Fret


Wir gelangen in eine riesige Felskathedrale, die mit unserer Beleuchtung kaum zu überblicken ist. Am Ende geht es dann wieder über einen Absatz aufwärts doch dann ist nach 10 m Schluss.
Wir drehen wieder um. Die Höhle erweist sich langsam als Labyrinth. Gänge führen ab, Röhren im Deckenbereich verlieren sich im Nichts und wir müssen den Überblick behalten. Wir folgen nun einem weitern Kriechtunnel den wir auf dem Hinweg übersehen haben. Nach einiger Zeit weitet sich der Tunnel zu einer Galerie und erreicht eine Höhe von etwa 10 m.

Bufo Fret


Große Zapfen hängen von der Decke, die verschiedentlich bis auf den Boden reichen. Wasserlachen reflektieren unser Scheinwerferlicht und verleihen der riesigen Galerie märchenhafte Züge.
Die Höhle wird immer eindrucksvoller und die Galerien scheinen sich endlos dahin zu ziehen. Plötzlich zucke ich zusammen. Auch Udo hält für einen Moment inne. Direkt vor uns, fällt hinter einer Biegung ein blauer Lichtschein in unseren Galerieabschnitt und wird von den Pfützen auf dem Boden reflektiert. Ein gespenstischer und völlig unerwarteter Anblick. Zuerst bin ich bin verblüfft, Udo fängt an zu lachen - auch mir dämmert was ich da sehe.

Bufo Fret

Nachdem wir die Biegung in der großen Galerie hinter uns gelassen haben sind wir nicht mehr allein. Vor uns tauchen 2 Franzosen auf,  die sich ebenfalls auf einem Höhlentrip befinden. Außerdem scheint für uns alle hier Schluss zu sein. Wir befinden uns in einer großen Halle. An der Rückwand  führt ein Führungsseil in die Höhe, das in etwa 8-9 m Höhe in einen weiteren Stollen mündet. Ich fühle mich unwillkürlich an den gestrigen Tag erinnert. Nur dass wir diesmal am anderen Ende des Hindernisses stehen. C´est la vie, wie man in Frankreich zu sagen pflegt. Das Führungsseil ist glitschig, die Wand senkrecht und es scheint völlig ausgeschlossen ohne Ausrüstung an dem Seil hochzuklettern. Doch ich habe mein erstes Etappenziel erreicht. Die Höhle ist lokalisiert und das Bildmaterial ist auf dem Tape von meinem Camcorder.

Die deutsche Erstbegehung der Höhle erfolgte im August 2007 durch Peter Ernst und Udo Vits.

Copyright Fotos: 8 Fotos by Peter Ernst / 2 Fotos by Udo Vits 

Die DVD über die Höhlen am Bugarach sowie weiterer Höhlen und ancient Mines im Umfeld von Rennes le Chateau ist ab November auf unsere Web-Site zu beziehen (limitierte Auflage).

Lokalisierung: Peter Ernst / Udo Vits

Weitere Fotos aus der Höhle im Internet... 

Weitere Informationen auf unserer neuen Rennes le Chateau DVD! 
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 24. April 2011 )
 
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 - lieferbar / Preis: 24,90 -
- Video: Bildformat 4:3 -
- Spiellänge 60 Minuten -
- lieferbar 2. Dezemberwoche -
- weitere Informationen -

- Filmtrailer bei Youtube -

 

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