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  • Donnerstag, 2. September 2010

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Aven du Cardou PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Admin   

Voraussetzungen: sehr gute Kletterkenntnisse und Ausrüstung erforderlich.
Ausrüstung: Sitzgurt - diverse Bandschlaufen und Karabinerhaken - Abseilgerät: Acht, Grigri oder Stop -  Steigklemmen, Steigschlaufe und 30 m Seil.

An einer der Bergflanken des Cardou stoßen wir nach längerer Suche, mithilfe der von mir beschafften Lambertkoordinaten, auf den legendären Aven du Cardou (CA2). Nachdem wir nach relativ kurzer Zeit die Grotte am Cardou ausgemacht hatten, hatten wir mit der Lokalisierung des Aven anfangs weniger Glück.

Die Suche am Steilhang ist anstrengend und nicht ungefährlich. Es ist August und die Temperatur liegt deutlich über 30 Grad im Schatten. Doch nicht überall ist Schatten. Allerdings ist der Hochsommer die einzige Zeit, in der tieferführende Höhlen und Aven nicht unter Wasser stehen.
Loses Gestein poltert den Berghang hinab und nicht selten rettet uns nur der Griff nach einem Baum oder Strauch vor dem Sturz in den Abgrund. Nach 4 Stunden ergebnisloser, schweißtreibender Suche sind wir dann fast dabei, die Aktion abzubrechen. Wir machen eine Rast und beratschlagen über ein weiteres Vorgehen. Ich überprüfe ein letztes mal die Lambert - Koordinaten auf meiner Karte. Ist mir möglicherweise bei der Übertragung auf mein Kartenmaterial ein Fehler unterlaufen? Ich bin leicht genervt und nach der endlosen Kletteraktion relativ erschöpft. Udo geht es scheinbar nicht anders. Nur Manuela ist unermüdlich und erklärt sich bereit ein letztes Mal loszuziehen.

Und dann - endlich - nach etwa 20 Minuten hat Manuela den Aven gefunden.
Wir packen unsere Sachen zusammen und orientieren uns hangabwärts. Ich habe Mühe mit meiner über 15 kg schweren Ausrüstung in der Steilhanglage das Gleichgewicht zu behalten. Doch dann sind wir tatsächlich am Ziel.
Eine 100 x 60 cm tiefe Öffnung gähnt uns entgegen. Nur schwach lässt sicht tief unten der Boden ausmachen. So wie es von oben aussieht, liegt der erste Absatz in über 10 m  Tiefe. Die Wände des Aven sind völlig glatt und weiten sich schnell nach wenigen Metern zu einer großen kuppelförmigen Schachthöhle.

cardou

Meine Blicke schweifen durchs Gelände, auf der Suche nach einem geeigneten Baum zur Seilsicherung und bleiben zehn Meter tiefer an einem geeigneten Baumstamm hängen.
Ich bringe die Seilsicherung an, lege das Materialtransportseil, dann steigen wir in unsere Kletterausrüstung und es geht los. Ich bin nach der vorhergehenden Aktion ziemlich geschafft und versuche Udo halbherzig zum Vorausklettern zu bewegen. Doch Udo grinst mich nur an : "Dein Aven Peter - also sieh zu, das du endlich runterkommst".

cardou

Ich grummele irgendwas vor mich hin, klinke mein Grigi ein, quetsche mich durch den Eingang und dann geht es senkrecht abwärts. Die Wand ist glatt. relativ trocken und leicht zu beklettern. Drei Meter vor dem Grund führt direkt unter mir ein hoher Stollen weiter. Ich stoße mich von der Wand ab, gebe das Grigri frei und lande auf einer abschüssigen Geröllzone. Ein erster Blick auf den Tunnel, dann lässt Udo unsere weitere Ausrüstung ab und folgt.

 

 


 

 



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Lokalisierung: Peter Ernst / Manuela Vits

Copyright alle Fotos by Peter Ernst

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 - lieferbar / Preis: 24,90 -
- Video: Bildformat 4:3 -
- Spiellänge 60 Minuten -
- Bonustrack: Alarich Berge -
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Newsflash

Sainte-Marie d?Alet
Sainte-Marie d´Alet - Im Jahr 813 gründet der Vizegraf von Razès ein Kloster an dieser Stelle. Nach Ausbauarbeiten im 11. Jahrhundert wird das Kloster Sainte-Marie d´Alet 1317 zum Bischofsitz erhoben. Die ehemalige Abteikirche gehört heute zu den wichtigen Bauwerken der romanischen Architektur. Das Bauwerk wurde 1577 von den Hugenotten zerstört und danach nie wieder aufgebaut. Die außergewöhnliche Qualität der Bauausführung hat ein Bestehen dieses Bauwerkes bis in heutige Zeit gewährleistet. Noch heute sind 3 verschiedene Bauabschnitte erhalten. Eine Besichtigung der Anlage ist nach Absprache mit der örtlichen Verwaltung möglich. 
 

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