|
Von la Ramaret führt die D10 in das Tal von Massc. Bereits von der Straße läßt sich am gegenüberliegenden Berghang die Abraumhalde des Minenkomlexes gut erkennen. 
2-3 Km hinter der Brücke, im Tal, liegt der kleine Ort Massac. Von der einstmals größeren Bergbausiedlung ist heute nur noch wenig erhalten. In dem Dorf leben jetzt nur noch knapp 20 Einwohner. Vor der Brücke zweigt eine Piste von der Straße ab und ich parke mein Auto direkt unter den Pfeilern eines erhaltenen Lorensystems. Dann geht es mit der Ausrüstung steil Bergauf.

Einige 100m oberhalb tauchen die Reste eines angerosteten Maschinenparks in einer Senke auf. Weiter oberhalb dann die Abraumhalde. Eine einsame Fahne kennzeichnet den beginnenden Abschnitt des Minenkomplexes. Schräg unterhalb weitere verostete Maschinengerippe.

Das Transportseil führt schnurgerade weiter und entzieht sich oberhalb am Hang meinen Blicken. Direkt unter dem Stahlseil, hinter dichtem Buschwerk, dann einer der Zugänge zur Mine. Der knapp 2m hohe Tunnel ist völlig trocken und führt schnurgerade in den Berg. Nach knapp 100m liegt rechts ein aus dem Boden gerissener Schienenstrang im Tunnel. Dann folgt eine Kreuzung. Am Boden eine völlig intakte Weiche. Die Schienenstränge setzen sich greadeaus und zu beiden Seiten weiter fort.

An der Stollenwand angelehnt, eine große Metallplatte aus Gußeisen. Ich folge dem Tunnel rechts. Die Schienenstränge wurden vermutlich schon vor einiger Zeit demontiert und liegen nun kreuz und quer verteilt im Gang,.

Ein großes Loch im Deckenbereich mündet in einem Blindstollen. 30m weiter hinten endet der Minenabschnitt. Trümmer und Metallteile ragen aus dem Boden. Ich folge dem dem Eingang gegenüberliegende Tunnel. Ein gut erhaltenes, noch funktionsfähiges Schienensystem führt etwa 20m weit bis Tunnelende. 
Es geht nun weiter in den linken Stollen. Wasser platscht von der Decke und hat den Boden leicht aufgeweicht. Wenig später folgt auf linker Seite eine Abraumverfüllung. Die Schienen führen auch hier bis zum Tunnelende. Die Stirnwand des Stollen ist über und über von Quartzarden durchzogen. So wie es aussieht, wurde die Mine noch bis über Mitte des 20.Jjahrhunderts betrieben und könnte wohl jederzeit wieder in Betrieb gehen. Weiter oberhalb am Berghang dann die Zugänge zu älteren Minenabschnitten. In einer Passage mahnt ein Skelett zu Vorsicht. Durch eine natürliche Höhle gelangt man in eine steile, verstürzte Felsschlucht. Natürliche Höhlen und künstlich geschaffene Stollen gehen nahtlos ineinander über.Schließlich endet der Abschnitt an eine Felswand.

10m oberhalb in der gleichen Felsspalte. Durch einen höher gelegenen Zugang gelangt man über einen schmalen, längeren Absatz in einen 2ten. vergleichbaren Stollen. Doch auch dieser Stollen endet letztendlich nach 20 Metern. Eine halbe Stunde später auf dem Plateau oberhalb der Minen. Ich will wissen, ob sich hier weitere Zugänge befinden. Und in der Tat – in verschiedenen Felspalten lassen sich die Zugänge zu weiteren Stollen ausmachen. Und nicht nur das. Auf dem Plateau stehen zahlreiche Maschinen - manche davon nur leicht angerostet. 
Dann erreiche ich das obere Ende der Stahltrosse, über die der Abraum mithilfe der Loren nach unten ins Tal transportiert wurde.
Weitere Informationen auf der DVD - Rennes le Chateau 2009... Weitere Informationen auf unserer neuen Website...
|