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Seite 1 von 2 August 2010 - Grab entdeckt - abends Regen Im August des Jahres 2010 bin ich im direktem Umfeld zu Rennes le Chateau zu einer weiteren Expedition unterwegs. Schon in den vergangenen Jahren gelangen mir in dieser Gegend erstaunliche Entdeckungen. Doch dieses Jahr gelingt mir ein wirklich außergewöhnlicher Fund. Wie schon letztes Jahr bin ich im Besitz einer umfangreichen Liste von Objekten, die ich hier vor Ort abarbeite. Technisch gesehen reine Routinearbeit. Ich bin nun bereits eine Woche im Zielgebiet unterwegs. Erst Tags zuvor gelang mir der Einstieg in ein vermauertes Stollensystem. Das Objekt, das heute auf dem Fahrplan steht, scheint unauffindbar. Ich packe meine Ausrüstung zusammen, um mir auf dem Weg zum nächsten Ort auf der Liste einen geeigneten Platz für die Mittagsstunden zu suchen. 
Eine Stunde später - die Gegend ist recht reizvoll und nach dem Essen starte ich zu einer kleinen Erkundung. Nach etwa 20 Minuten stehe ich vor einem kleinen, recht unscheinbaren Zugang, der in eine Höhle zu führen scheint. Ich quetsche mich durch den Durchgang und tatsächlich - nach kurzer Zeit geht es sehr geräumig weiter und anschließend senkrecht abwärts. Der Schein meiner Lampe verliert sich in der Finsternis. Meine Blicke schweifen auf der Suche nach einem größeren Stein durch die Höhlenkammer. Seitlich dann ein Stein, der mir geeignet scheint. Ich hole aus und der Stein verschwindet in der Tiefe. Nach einer Weile dann der Aufschlag. Weitere polternde Geräusche lassen vermuten, dass es danach noch weiter abwärts geht. Doch was nun? Wie geht es weiter? An der Wand befindet sich kein Haken oder irgendeine Möglichkeit ein Seil zu befestigen und ohne Seil geht es hier absolut nicht mehr weiter. Dem Geräusch des Steins zu urteilen, den ich gerade in den Abgrund geworfen habe, scheint das Loch vor mir etwa 30m tief zu sein. Ich werde neugierig. Angesichts des Umstandes, dass mir der letzte Ort auf meiner Liste entgangen ist, beschließe ich diese Höhle zu erkunden.
Schräg unterhalb der Höhle steht ein stabiler Baum. Ich verbinde meine beiden Kletterseile mit 2 Karabinerhaken, in der Hoffnung, nun über eine ausreichende Seillänge zu verfügen. Ich verlege die Seile in der Höhle und riskiere den Abstieg.
Der Abstieg gestaltet sich dann doch weniger schwierig als zuerst gedacht. Die Höhle fällt zwar extrem steil, aber nicht völlig senkrecht nach unten ab (Bild 2). Steine und Schutt lösen sich unter meinen Tritten und verschwinden polternd in der Finsternis. Auch oberhalb von mir setzt sich nach einiger Zeit ein Geröllabschnitt in Bewegung und gleitet gefährlich nahe an mir vorbei. Die Ausmaße des Felsdoms, in dem es nun scheinbar endlos nach unten geht, lassen sich im Licht meiner Lampen nur schwer ausmachen. Die Decke hoch über mir macht einen äußerst zerklüfteten Eindruck.Von dort stammt die gewaltige Schuttmasse, über die ich mich unentwegt weiter nach unten vorarbeite.  Nach über 30-40 Metern senkt sich die gewaltige Halle vor mir ab und mündet in ein etwa 2 Meter hohes und 3 Meter breites Portal. Dahinter geht es weiter steil abwärts (Bild 3). In dem folgenden, großen, tunnelförmigen Abschnitt habe ich dann das Seilende erreicht. Etwa 20 Meter weiter unter mir scheint der Boden der gewaltigen Höhle zu liegen. Ich riskiere es. Vorsichtig löse ich mich von dem Seil und arbeite mich mit meiner Ausrüstung weiter bis nach unten vor. Dann habe ich tatsächlich den Boden der Höhle erreicht. Nach einer Rechtsbiegung geht es nun bequem geradeaus weiter. Auf linker Seite öffnet sich ein 3m hoher Durchgang zu einem weiteren, diesmal völlig intakten Felsdom, mit einer Grundfläche von etwa 25x30 Metern und einer durchschnittlichen Höhe von etwa 15 Metern (Bild 4). 
Ein Screenshot aus dem Trailer zur neuen DVD - Rennes le Chateau Report 2010 / the final cut - Der Trailer wird ab der 2 Novemberwoche auf unserem Youtube Channel erscheinen (Foto unten).
Am Ende des Felsdoms öffnet sich der Zugang zu einem 2m hohen Tunnel. Es ist klar zu erkennen, dass der Stollen von Menschen angelegt und in den Berg getrieben wurde. Ich stoße auf ein extrem weitläufiges Tunnelsystem in dem es nun endlos weitergeht. Es folgen zahlreiche Abzweigungen. Nach bald einem halben Kilometer im Untergrund schälen sich am Ende eines Stollens die Umrisse eines Sargs aus der Dunkelheit. (Bild unten - auf dem Weg zum Sarg)

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