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Die Pergamente 

Es gibt keinen Beweis für die Echtheit der sogenannten Pergamente. Die Pergamente existieren nur als Kopien, wobei das Größenverhältnis der Kopie zum Original in keinem Fall belegt werden kann. Alle Interpretationen hierzu beruhen somit nicht auf Untersuchungen oder Interpretationen von Originalmaterial. Außerdem gibt es noch ein Pergament, das in der Regel weniger angesprochen wird. Das Pergament, das während der Restaurationsarbeiten der Kirche von einem Helfer (dem Glöckner Captier) in einer Holzsäule gefunden wurde. Da diese Geschichte auch die kürzere Variante ist, werden wir mit ihr anfangen.

Die Geschichte und Entdeckung der Pergamente ist widersprüchlich und nicht immer klar. Ein Pergament (und nicht mehrere) werden erstmals von Noel Corbu im Jahr 1956 erwähnt. Er behauptet, dass dieses Pergament während der Restaurationsarbeiten der Kirche von einem Helfer (dem Glöckner Captier) in einer Holzsäule gefunden wurde. In einem geheimen Hohlraum besagter Säule soll sich eine Glasphiole mit einem einzelnen Pergament befunden haben. Captier soll seinen Fund daraufhin sofort Saunière übergeben haben. Eine Verbreitung dieser Information erfolgte auch durch eine Tonbandaufzeichnung, die Corbu im Rahmen seiner Vermarktungsstrategie um die Geschichte des Abbé unternahm. Eine spätere Verbreitung dieser Version erfolgt 1985 erstmals wieder in der Publikation RENNES-LE-CHATEAU, LE SECRET DE L’ABBE SANIERE, von Antoine and Marcel Captier. Noch im selben Jahr erfährt diese Geschichte eine Fortsetzung in dem Buch: L’HERITAGE DE L’ABBE Saunière (1985) von Antoine Captier and Claire Corbou.Im selben Jahr (1956) publiziert Albert Salamon in verschiedenen lokalen Zeitungen über Rennes le Château, inspiriert von den Tonbändern Corbus, die Geschichte des Pergamentes, wobei nun schon von Pergamenten die Rede ist. Wenig später, ab ca. 1960, werden in der Publikation von de Sède nach Quellen von de Chérise y und Plantard aus einem Pergament bereits 4 bzw. 5 Pergamente. Diese sollen sich dann aber nicht in einer Holzsäule, sondern in einem Pfeiler des Altars befunden haben. Diese Information verbreitet de Sède dann in seinem Buch L’Or de Rennes von 1965.

Und so soll es sich dann "tatsächlich" zugetragen haben: Die Freifrau von Hautpoul, Marie de Negri Dables , die letzte Vertreterin ihres Geschlechtes, teilte am Vorabend ihres Todes ihrem Beichtvater, dem Abbé Antoine Bigou , ein großes Familiengeheimnis mit und übergab ihm gewisse Dokumente mit der Bitte, diese Informationen nur würdigen Personen weiterzugeben. Sie starb am 17. Januar 1781 und wurde auf dem Dorffriedhof beigesetzt. Sie war der letzte Nachkomme aus dem mächtigen Geschlecht der Blancheforts, deren Stammhaus sich in der Nähe von Rennes le Château befand. Nachdem Bigou die Dokumente in dem Altarpfeiler der Kirche versteckt hatte, stellt er dann 10 Jahre nach dem Tod der Marquise, im Jahr 1791, den Grabstein mit der legendären Inschrift "Et In Arcadia Ego" auf. Als Anagram lassen sich daraus die Worte: "Ich verberge die Geheimnisse Gottes" bilden. Ein Original ist heute leider nicht mehr vorhanden. In der Kirche ließ er die Grabplatte der Ritter, mit dem Abbild nach unten, vor den Altar in den Fußboden einbringen. Nur ein Jahr später endet das geruhsame Leben des Abbé Bigou. 1792 wird er zum aufsässigen Priester erklärt, und er muss nach Sabadell in Spanien flüchten, wo er am 21.3.1794 stirbt. Doch kurz vor seinem Tod gelang es ihm, wichtige Informationen an Abbé Cauneille weiterzugeben. Abbé Cauneille muss seinen Kollegen Jean Vie für würdig befunden haben, denn er gab die Informationen nun an diesen weiter und so schloss sich der Kreis, denn Jean Vie bekleidete das Amt des Pfarrers von Rennes les Bains in der Zeit von 1840 bis 1872. Sein Nachfolger ab 1872 ist Abbé Boudet , ein guter Freund von Saunière. Und dann, Ende des 19.Jahrhunderts, lässt Abbé Bérenger Saunière bei den Renovierungsarbeiten an seiner Kirche die Altarplatte abheben und findet die Dokumente. Zwei dieser Pergamente (Genealogien) sollen aus den Jahren 1244 und 1644 stammen und als weiteres Pergament ist ein Testament von 1695 benannt. Die anderen Pergamente sollen aus jüngerer Zeit stammen und von einem Vorgänger Saunières, dem Abbé Antoine Bigou, verfasst worden sein. Es handelt sich hierbei um die sogenannten Pergamente 1 und 2.

Auflistung der Pergamente 1-4 :
1. der Stammbaum des Grafen von Rhazes von 1244 mit dem Siegel Blancas von Kastilien

2. der Stammbaum Francois-Pierre de Hautpoul Graf von Rennes le Château und Bézu (das Pergament soll unter anderem den Stammbaum von 1244-1644 fortführen)

3. das Testament von Henri d´Hautpoul von 1695, dessen Inhalt als geheim gilt und nie verbreitet wurde.

4. 1. Pergament und 2. Pergament


Eine Kopie der Pergamente wurde von Saunière für den Bürgermeister von Rennes angefertigt. Bedauerlicherweise verbrannte das Bürgermeisterhaus um 1910 mit all seinen Archiven. Eine andere Kopie soll während der Übersetzungen in Paris geblieben sein. Diese Kopie wird nach dem Tod Hoffets gestohlen.
Im Februar 1964 übergibt Philippe de Chérisey eine Kopie davon an Gérard de Sède , der sie im Rahmen seiner Publikation verbreitet. Die Pergamente 1 und 2 sollen sich Aussagen Plantards zufolge auf einer einzelnen Seite befunden haben, das Pergament 1 auf der Vorderseite und das Pergament 2 auf der Rückseite. Es ist auch nicht auszuschließen, dass durch diese Anordnung eine gewisse Beziehung zwischen den Texten bestand. Sollte es so gewesen sein, ist es möglich, dass durch das erfolgte Kopieren der Texte auf zwei einzelne Seiten von de Chérisey eine Beziehung der Texte zueinander verloren ging.
Und was passiert mit den Originalen, die sich weiterhin im Besitz des Abbé befunden haben? Saunière behielt die Pergamente bis zu seinem Tod 1917. Danach gelangten die Pergamente in den Besitz seiner Nichte James von Mantazeles. Sie soll die Pergamente dann 1965 an den internationalen Bund antiquarischer Buchhändler verkauft haben. Die Pergamente wurden dann nach derselben Quelle bis 1979 in einem Schließfach von Lloyds International in London aufbewahrt. Danach sollen sie sich seit Ende 1979 wieder in Frankreich (Paris) in einem Bankschließfach befinden. Allerdings betrifft das nur die Pergamente 1-3 und nicht das Pergament 4, auf dem sich die verschlüsselten Texte befinden! Diese werden hier nämlich ausdrücklich nicht genannt!

Durch die Verbreitung der Pergamente durch de Sède ab 1964 gelangt die Geschichte in den Blickwinkel von Lincoln , der über seinen Informanten Plantard weitere Details und den Ausbau der Geschichte um die Prieure de Sion liefert.

Noch offene Fragen? Zweifel? Lincoln schreibt in seinem Buch „Das Vermächtnis des Messias“ auf Seite 328" Bei unserer ersten Begegnung mit Monsieur Plantard, im Jahre 1979, teilte er uns mit, die beiden verschlüsselten Texte seien Fälschungen, die der Marquise de Chérisey im Jahr 1956 für eine kurze Fernsehsendung zusammengestellt hat."

Bereits 1984 kann man bei Pierre Jarnac’s HISTOIRE DU TRESOR DE RENNES-LE-CHATEAU folgendes nachlesen: in einem Brief von Philippe de Chériseys von 1974 behauptet dieser, dass er selbst die sogenannten Pergamente produziert und verbreitet hat. 1996 in BBC 2 TIMEWATCH wird unter dem Titel "The History of a Mystery", unter Mitwirkung von Jean-Luc Chaumeil, folgendes verbreitet: Jean-Luc Chaumeil zitiert Chérisey, wie dieser ihm ausführlich berichtet, wie er die Pergamente herstellte : "Man nehme Fakten aus der Geschichte, baut eine Geschichte darum auf, schreibt Texte, die man dann verschlüsselt, sie dann wieder entschlüsselt und voila, nach 2 Wochen Arbeit hat man eine Geschichte ins Leben gerufen, die einen selber noch überlebt".

Weiteres soll auch in Chériseys Privatpublikation STONE AND PAPER nachzulesen sein.

Die Aussagen der Zeitgenossen, soweit sie noch befragt werden konnten, ist dagegen sehr einheitlich. Es war nie die Rede von Pergamenten! Hier ist die Aussage einer Zeitgenossin Saunières angeführt, die wie folgt lautet: Sie (die Journalisten) schreiben nie was ich ihnen sage, sondern reden immer nur von in den Säulen des Altars gefundenen Pergamenten, obwohl ich ihnen nie so was erzählt habe!

Rennes le Chateau - PergamentePergament 1:
Es handelt sich hierbei um einen Auszug der Geschichte, in welcher Jesus am Sabbat mit seinen Jüngern durch das Kornfeld geht und diese die Ähren abreißen. Setzt man die versetzten, hochgestellten Buchstaben zusammen, findet man folgenden Satz: A Dagobert II. roi et à Sion est ce trésor et il est la mort. Dagobert II. König und Sion gehört dieser Schatz und er ist der Tod. Die Übersetzung der vom Rest des Textes abgetrennten Wörter, rechts unten, REDIS BLES SOLIS SACERDOTIBUS lautet folgendermaßen: Der Schatz von Rennes ist den Eingeweihten bestimmt. Bildet man eine Diagonale vom Kreuz in der 4. Zeile zu dem Kreuz in der 10. Zeile und verlängert die Diagonale bis zum vorletzten N der letzten Zeile, kann man das Wort SION bilden. Dieses Wort taucht auch im 2.Pergament auf. Es soll hiermit ein Bezug zum Priorat von Zion hergestellt werden, zu dem die Verbreiter der Pergamente eine Verbindung knüpfen (de Sède, Plantard, Lincoln). Die Signatur rechts unten im Pergament PS als Prieuré de Sion gedeutet. Weiter Infos zur Prieure im Internet...

Welche sinn- oder unsinnigen geometrischen Betrachtungen sich sonst noch mit den Pergamenten anstellen lassen, kann bei Andrews & Schellenberger in Ihrem Buch das letzte Grab Christi ausgiebig weiterverfolgt werden. Weitere Informationen zu dem Pergament 1 im Internet unter: http://www.rennes-discovery.com/Francais/parch1a_Fr.htm

Rennes le Chateau - Pergamente2.Pergament:
Die Dechiffrierung des 2. Pergamentes ist etwas komplexer. Wie es geht, lässt sich auf einer Web-Site im Internet leicht in Erfahrung bringen. Bei der Chiffrierung des Textes soll zum Teil der Vigenere-Code eingesetzt worden sein (Infos zum Vigenere Code sowie einer Online-Verschlüsselungsmaschine im Internet). Auf jeden Fall wird nach der Dechiffrierung folgender Text erkennbar: BERGERE PAS DE TENTATION QUE POUSSIN TENIERS GARDENT LA CLEF PAX681 PAR LA CROIX ET CE CHEVAL DE DIEU J'ACHEVE CE DAEMON DE GARDIEN A MIDI POMMES BLEUES. Die deutsche Übersetzung: Hirtin keine Versuchung dass Poussin Teniers behalten den Schlüssel Pax681 durch das Kreuz und dieses Pferd Gottes beende ich (od. vernichte) den Wächterdämon am Mittag blaue Äpfel.

Codex Bezae
Neuere Untersuchungen zum Thema Pergamente (1.+2.Pergament) fördern erstaunliches zu Tage. Was der Insider schon immer geahnt hat, scheint sich nun beweisen zu lassen. Bei den genannten Pergamenten handelt es sich um Eigenproduktionen aus der Schmiede Plantard/Chérisey. Weiteres unter folgender Web-Site: http://www-user.uni-bremen.de/~wie/texteapo/thom-home.html

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 24. April 2011 )
 

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Bugarach
Der Pech de Bugarach - mit 1233 m Höhe ist er der höchste Berg in der weiteren Umgebung. Am Nordwestabhang des Massivs liegt das kleine Dorf Bugarach. Hier lebte die Familie Corbu bevor sie das Anwesen Saunieres von Marie Denarnaud übernahm Die wenigen Häuser des Dorfs konzentrieren sich um die Ruinen des alten baufälligen Chateaus.Notdürftig abgestützt trutzt das alte Bauwerk dem Zahn der Zeit. Tiefdruckgebiete vom Atlantik stoßen hier auf Hochdruckgebiete aus dem Süden. In der Atmosphäre kommt es dann gerade in den Herbstmonaten zu starken elektrostatischen Entladungen, die sich in eindrucksvollen Lichterscheinungen bemerkbar machen.
 

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