Rennes le Chateau Report II

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  • Donnerstag, 2. September 2010

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Die Pergamente 

Es gibt keinen Beweis für die Echtheit der sogenannten Pergamente. Die Pergamente existieren nur als Kopien, wobei das Größenverhältnis der Kopie zum Original in keinem Fall belegt werden kann. Alle Interpretationen hierzu beruhen somit nicht auf Untersuchungen oder Interpretationen von Originalmaterial. Außerdem gibt es noch ein Pergament, das in der Regel weniger angesprochen wird. Das Pergament, das während der Restaurationsarbeiten der Kirche von einem Helfer (dem Glöckner Captier) in einer Holzsäule gefunden wurde. Da diese Geschichte auch die kürzere Variante ist, werden wir mit ihr anfangen.

Die Geschichte und Entdeckung der Pergamente ist widersprüchlich und nicht immer klar. Ein Pergament (und nicht mehrere) werden erstmals von Noel Corbu im Jahr 1956 erwähnt. Er behauptet, dass dieses Pergament während der Restaurationsarbeiten der Kirche von einem Helfer (dem Glöckner Captier) in einer Holzsäule gefunden wurde. In einem geheimen Hohlraum besagter Säule soll sich eine Glasphiole mit einem einzelnen Pergament befunden haben. Captier soll seinen Fund daraufhin sofort Saunière übergeben haben. Eine Verbreitung dieser Information erfolgte auch durch eine Tonbandaufzeichnung, die Corbu im Rahmen seiner Vermarktungsstrategie um die Geschichte des Abbé unternahm. Eine spätere Verbreitung dieser Version erfolgt 1985 erstmals wieder in der Publikation RENNES-LE-CHATEAU, LE SECRET DE L’ABBE SANIERE, von Antoine and Marcel Captier. Noch im selben Jahr erfährt diese Geschichte eine Fortsetzung in dem Buch: L’HERITAGE DE L’ABBE Saunière (1985) von Antoine Captier and Claire Corbou.Im selben Jahr (1956) publiziert Albert Salamon in verschiedenen lokalen Zeitungen über Rennes le Château, inspiriert von den Tonbändern Corbus, die Geschichte des Pergamentes, wobei nun schon von Pergamenten die Rede ist. Wenig später, ab ca. 1960, werden in der Publikation von de Sède nach Quellen von de Chérise y und Plantard aus einem Pergament bereits 4 bzw. 5 Pergamente. Diese sollen sich dann aber nicht in einer Holzsäule, sondern in einem Pfeiler des Altars befunden haben. Diese Information verbreitet de Sède dann in seinem Buch L’Or de Rennes von 1965.

Und so soll es sich dann "tatsächlich" zugetragen haben: Die Freifrau von Hautpoul, Marie de Negri Dables , die letzte Vertreterin ihres Geschlechtes, teilte am Vorabend ihres Todes ihrem Beichtvater, dem Abbé Antoine Bigou , ein großes Familiengeheimnis mit und übergab ihm gewisse Dokumente mit der Bitte, diese Informationen nur würdigen Personen weiterzugeben. Sie starb am 17. Januar 1781 und wurde auf dem Dorffriedhof beigesetzt. Sie war der letzte Nachkomme aus dem mächtigen Geschlecht der Blancheforts, deren Stammhaus sich in der Nähe von Rennes le Château befand. Nachdem Bigou die Dokumente in dem Altarpfeiler der Kirche versteckt hatte, stellt er dann 10 Jahre nach dem Tod der Marquise, im Jahr 1791, den Grabstein mit der legendären Inschrift "Et In Arcadia Ego" auf. Als Anagram lassen sich daraus die Worte: "Ich verberge die Geheimnisse Gottes" bilden. Ein Original ist heute leider nicht mehr vorhanden. In der Kirche ließ er die Grabplatte der Ritter, mit dem Abbild nach unten, vor den Altar in den Fußboden einbringen. Nur ein Jahr später endet das geruhsame Leben des Abbé Bigou. 1792 wird er zum aufsässigen Priester erklärt, und er muss nach Sabadell in Spanien flüchten, wo er am 21.3.1794 stirbt. Doch kurz vor seinem Tod gelang es ihm, wichtige Informationen an Abbé Cauneille weiterzugeben. Abbé Cauneille muss seinen Kollegen Jean Vie für würdig befunden haben, denn er gab die Informationen nun an diesen weiter und so schloss sich der Kreis, denn Jean Vie bekleidete das Amt des Pfarrers von Rennes les Bains in der Zeit von 1840 bis 1872. Sein Nachfolger ab 1872 ist Abbé Boudet , ein guter Freund von Saunière. Und dann, Ende des 19.Jahrhunderts, lässt Abbé Bérenger Saunière bei den Renovierungsarbeiten an seiner Kirche die Altarplatte abheben und findet die Dokumente. Zwei dieser Pergamente (Genealogien) sollen aus den Jahren 1244 und 1644 stammen und als weiteres Pergament ist ein Testament von 1695 benannt. Die anderen Pergamente sollen aus jüngerer Zeit stammen und von einem Vorgänger Saunières, dem Abbé Antoine Bigou, verfasst worden sein. Es handelt sich hierbei um die sogenannten Pergamente 1 und 2.

Auflistung der Pergamente 1-4 :
1. der Stammbaum des Grafen von Rhazes von 1244 mit dem Siegel Blancas von Kastilien

2. der Stammbaum Francois-Pierre de Hautpoul Graf von Rennes le Château und Bézu (das Pergament soll unter anderem den Stammbaum von 1244-1644 fortführen)

3. das Testament von Henri d´Hautpoul von 1695, dessen Inhalt als geheim gilt und nie verbreitet wurde.

4. 1. Pergament und 2. Pergament


Eine Kopie der Pergamente wurde von Saunière für den Bürgermeister von Rennes angefertigt. Bedauerlicherweise verbrannte das Bürgermeisterhaus um 1910 mit all seinen Archiven. Eine andere Kopie soll während der Übersetzungen in Paris geblieben sein. Diese Kopie wird nach dem Tod Hoffets gestohlen.
Im Februar 1964 übergibt Philippe de Chérisey eine Kopie davon an Gérard de Sède , der sie im Rahmen seiner Publikation verbreitet. Die Pergamente 1 und 2 sollen sich Aussagen Plantards zufolge auf einer einzelnen Seite befunden haben, das Pergament 1 auf der Vorderseite und das Pergament 2 auf der Rückseite. Es ist auch nicht auszuschließen, dass durch diese Anordnung eine gewisse Beziehung zwischen den Texten bestand. Sollte es so gewesen sein, ist es möglich, dass durch das erfolgte Kopieren der Texte auf zwei einzelne Seiten von de Chérisey eine Beziehung der Texte zueinander verloren ging.
Und was passiert mit den Originalen, die sich weiterhin im Besitz des Abbé befunden haben? Saunière behielt die Pergamente bis zu seinem Tod 1917. Danach gelangten die Pergamente in den Besitz seiner Nichte James von Mantazeles. Sie soll die Pergamente dann 1965 an den internationalen Bund antiquarischer Buchhändler verkauft haben. Die Pergamente wurden dann nach derselben Quelle bis 1979 in einem Schließfach von Lloyds International in London aufbewahrt. Danach sollen sie sich seit Ende 1979 wieder in Frankreich (Paris) in einem Bankschließfach befinden. Allerdings betrifft das nur die Pergamente 1-3 und nicht das Pergament 4, auf dem sich die verschlüsselten Texte befinden! Diese werden hier nämlich ausdrücklich nicht genannt!

Durch die Verbreitung der Pergamente durch de Sède ab 1964 gelangt die Geschichte in den Blickwinkel von Lincoln , der über seinen Informanten Plantard weitere Details und den Ausbau der Geschichte um die Prieure de Sion liefert.

Noch offene Fragen? Zweifel? Lincoln schreibt in seinem Buch „Das Vermächtnis des Messias“ auf Seite 328" Bei unserer ersten Begegnung mit Monsieur Plantard, im Jahre 1979, teilte er uns mit, die beiden verschlüsselten Texte seien Fälschungen, die der Marquise de Chérisey im Jahr 1956 für eine kurze Fernsehsendung zusammengestellt hat."

Bereits 1984 kann man bei Pierre Jarnac’s HISTOIRE DU TRESOR DE RENNES-LE-CHATEAU folgendes nachlesen: in einem Brief von Philippe de Chériseys von 1974 behauptet dieser, dass er selbst die sogenannten Pergamente produziert und verbreitet hat. 1996 in BBC 2 TIMEWATCH wird unter dem Titel "The History of a Mystery", unter Mitwirkung von Jean-Luc Chaumeil, folgendes verbreitet: Jean-Luc Chaumeil zitiert Chérisey, wie dieser ihm ausführlich berichtet, wie er die Pergamente herstellte : "Man nehme Fakten aus der Geschichte, baut eine Geschichte darum auf, schreibt Texte, die man dann verschlüsselt, sie dann wieder entschlüsselt und voila, nach 2 Wochen Arbeit hat man eine Geschichte ins Leben gerufen, die einen selber noch überlebt".

Weiteres soll auch in Chériseys Privatpublikation STONE AND PAPER nachzulesen sein.

Die Aussagen der Zeitgenossen, soweit sie noch befragt werden konnten, ist dagegen sehr einheitlich. Es war nie die Rede von Pergamenten! Hier ist die Aussage einer Zeitgenossin Saunières angeführt, die wie folgt lautet: Sie (die Journalisten) schreiben nie was ich ihnen sage, sondern reden immer nur von in den Säulen des Altars gefundenen Pergamenten, obwohl ich ihnen nie so was erzählt habe!

Rennes le Chateau - PergamentePergament 1:
Es handelt sich hierbei um einen Auszug der Geschichte, in welcher Jesus am Sabbat mit seinen Jüngern durch das Kornfeld geht und diese die Ähren abreißen. Setzt man die versetzten, hochgestellten Buchstaben zusammen, findet man folgenden Satz: A Dagobert II. roi et à Sion est ce trésor et il est la mort. Dagobert II. König und Sion gehört dieser Schatz und er ist der Tod. Die Übersetzung der vom Rest des Textes abgetrennten Wörter, rechts unten, REDIS BLES SOLIS SACERDOTIBUS lautet folgendermaßen: Der Schatz von Rennes ist den Eingeweihten bestimmt. Bildet man eine Diagonale vom Kreuz in der 4. Zeile zu dem Kreuz in der 10. Zeile und verlängert die Diagonale bis zum vorletzten N der letzten Zeile, kann man das Wort SION bilden. Dieses Wort taucht auch im 2.Pergament auf. Es soll hiermit ein Bezug zum Priorat von Zion hergestellt werden, zu dem die Verbreiter der Pergamente eine Verbindung knüpfen (de Sède, Plantard, Lincoln). Die Signatur rechts unten im Pergament PS als Prieuré de Sion gedeutet. Weiter Infos zur Prieure im Internet...

Welche sinn- oder unsinnigen geometrischen Betrachtungen sich sonst noch mit den Pergamenten anstellen lassen, kann bei Andrews & Schellenberger in Ihrem Buch das letzte Grab Christi ausgiebig weiterverfolgt werden. Weitere Informationen zu dem Pergament 1 im Internet unter: http://www.rennes-discovery.com/Francais/parch1a_Fr.htm

Rennes le Chateau - Pergamente2.Pergament:
Die Dechiffrierung des 2. Pergamentes ist etwas komplexer. Wie es geht, lässt sich auf einer Web-Site im Internet leicht in Erfahrung bringen. Bei der Chiffrierung des Textes soll zum Teil der Vigenere-Code eingesetzt worden sein (Infos zum Vigenere Code sowie einer Online-Verschlüsselungsmaschine im Internet). Auf jeden Fall wird nach der Dechiffrierung folgender Text erkennbar: BERGERE PAS DE TENTATION QUE POUSSIN TENIERS GARDENT LA CLEF PAX681 PAR LA CROIX ET CE CHEVAL DE DIEU J'ACHEVE CE DAEMON DE GARDIEN A MIDI POMMES BLEUES. Die deutsche Übersetzung: Hirtin keine Versuchung dass Poussin Teniers behalten den Schlüssel Pax681 durch das Kreuz und dieses Pferd Gottes beende ich (od. vernichte) den Wächterdämon am Mittag blaue Äpfel.

Codex Bezae
Neuere Untersuchungen zum Thema Pergamente (1.+2.Pergament) fördern erstaunliches zu Tage. Was der Insider schon immer geahnt hat, scheint sich nun beweisen zu lassen. Bei den genannten Pergamenten handelt es sich um Eigenproduktionen aus der Schmiede Plantard/Chérisey. Weiteres unter folgender Web-Site: http://www-user.uni-bremen.de/~wie/texteapo/thom-home.html

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 19. März 2008 )
 

  Die neue DVD :

Expedition 2009


 - lieferbar / Preis: 24,90 -
- Video: Bildformat 4:3 -
- Spiellänge 60 Minuten -
- Bonustrack: Alarich Berge -
- weitere Informationen -

- Filmtrailer bei Youtube -

 

Newsflash

Rennes le Chateau



Rennes-le-Chateau: Am 1. Juni 1885 tritt Abbe Bérenger Saunière in Rennes le Chateau sein Amt als Pfarrer an. Bei der Renovierung der baufälligen Kirche entdeckt der Abbe mehrere geheimnisvolle Pergamente. Nachdem im Zuge weiterer Arbeiten der Bodenbelag der Kirche abgetragen wird, legen die Arbeiter ein Versteck im Boden frei. Sein Tagebucheintrag vom 21.9.1891 "Grab entdeckt". Was in dieser Zeit dort tatsächlich geschehen ist und was der Abbé bei seinen Tätigkeiten dort entdeckt hat, ist bis heute unklar. Terriblis est locus iste dieser Ort ist schrecklich, lässt der Abbé über dem Kirchenportal einmeißeln. Der vorher mittellose Abbé gelangt innerhalb kurzer Zeit zu bedeutendem Reichtum. Er gibt in den darauf folgenden Jahren, umgerechnet, über eine Millionen Euro aus. Ab etwa 1900 kauft Saunière alle Gründstücke in Rennes le Chateau, die an die Kirche angrenzen und in den Folgejahren bis 1905 weitere in der Umgebung. Er beginnt nun mit seinen privaten Bauarbeiten, die sich über 8 Jahre hinziehen werden. Er beginnt zuerst mit dem Bau der Villa Bethania. Nach weiteren Baumaßnahmen realisiert er 1907 den Bau eines Turmes - das heutige Wahrzeichen von Rennes le Château.
Weiteres unter "Die Rennes le Chateau Story"....

 


 

Aktuelle Nachrichten aus und um Rennes le Château...

 

Wir verfolgen zahlreiche Spuren um den Mythos von Rennes le Chateau. Klassische Autoren zum Thema wie de Sede, Lincoln, Andrews & Schellenberger werden mit ihren Thesen vorgestellt. Welche Rolle spielten Abbe Boudet und sein Kollege Gelis in dieser Geschichte? Was wußte Marie Denarnaud wirklich über das das Geheimnis des Berenger Sauniere?
Das Umfeld von Rennes le Chateau findet auf dieser Web-Site besondere Beachtung. Umliegende Orte wie Rennes les Bains, Coustaussa, Camp Grande, Chateau Bezu und zahlreiche weitere Orte werden  ausführlich dokumentiert. Wir erkunden die alten Mienen am Blanchefort und bei Arques. Auch in den Höhlen und Grotten im Umfeld von Rennes le Chateau versuchen wir weiteren Hinweisen nachzugehen (Grotte Fournet, Aven Paris etc.).  Wir folgen den Spuren des Abbe durch den Serbairou bis zum legendären Bugarach. In Limoux stossen wir auf ein unterirdisches Doppelgewölbe, das erstmals bei Bertaulet Erwähnung findet.

Ist die Lage von Rennes le Chateau mit dem antiken Rhaede identisch? Welche Rolle spielten die Templer und Katharer (Montsegur) in der Rennes le Chateau Story? Gibt es die legendäre Krypta der "Seigneurs de Rennes" unter der alten Dorfkirche tatsächlich? Zahlreiche Raubgrabungen, die heute verschlossen sind, waren zur Zeit unserer ersten Dreharbeiten noch frei zugänglich und sind auf unserer DVD dokumentiert. Durch einen heute zugemauerten  Tunnel stossen wir im Jahr 1998 bis an die Fundamente der Kirche vor. Schon in den 50er Jahren versuchte Noel Corbu dem Geheimnis des Abbe auf den Grund zu Gehen. In dieser Zeit führten Cholet und Pellet   auf dem Grundstück des Abbe und im Umfeld die ersten Raubgrabungen aus und trieben einen Stollen bis unter die Kirche vor.



Unsere Filmtrailer bei Youtube - kurze Ladezeit - typische Youtube-Qualität.

Rennes le Chateau - Expedition 2009 - Youtube
Rennes le Chateau - Expedition 2008 - Youtube
Rennes le Chateau - Expedition 2007 -
Youtube
Rennes le Chateau Report II - Youtube

 

Achtung: Die Filmtrailer ab Expedition 2008 sind neuerdings bei Youtube in einer entsprechenden Qualität zu sehen. Funktion höhere Qualität unter dem Video bei Youtube anwählen.


Zahlreiche Objekte wie verschiedene Höhlen, Grotten oder Minen sind ohne genaue Ortskenntnisse schwer zu finden. Aus diesem Grund bieten wir eine Führung vor Ort an .

 

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