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Boudet wird am 16.November 1837 in Quillan geboren. Sein erstes Pfarramt tritt er 1866 im Bezirk Limoux an. Ab 1872 tritt er sein Pfarramt in Rennes les Bains an. 1886 publiziert der Abbé sein Buch La vraie langue celtique et le cromleck de rennes les Bains (Die wahre keltische Sprache und der Steinkreis von Rennes les Bains). Das Buch erscheint in einer nur geringen Auflage und löst heftige Kritik aus. Auch sein guter Freund, der Bischof Billard, erteilt ihm eine Rüge.
In dem Buch sind unter anderem verschiedene Zeichnungen sowie eine Karte der Umgebung von Rennes les Bains enthalten. Auf dieser Karte sind vier Kreuze eingezeichnet. Ein Kreuz befindet sich im Gebiet des Serbairou an einem Abhang zur Sales. Nach weit verbreiteter Meinung enthält das Buch verschlüsselte Geheimnisse der Familie Blanchefort. Nach Meinung diverser Schatzsucher soll das Buch auch Hinweise auf 12 Verstecke zu den Hinterlassenschaften der Westgoten enthalten. Kritiker halten dem Abbé jedoch vor, er habe sein gesamtes Werk aus einer Sammlung verschiedener absurder Artikel komplett abgeschrieben. Trotz negativer Kritik, die Schreiblust des Abbé war nicht zu bremsen. Doch sein zweites Buch (im Jahr 1891) mit dem Titel lazdre veni foras, zu deutsch, Lazerus, komm heraus, erblickte wohl nicht lange das Licht der Öffentlichkeit. Sein Vorgesetzter, der Bischof von Carcassonne, ist entsetzt und lässt kurzerhand die komplette Auflage einsammeln und einstampfen. Es sollen sich angeblich wenige Exemplare in Privatbesitz befinden, aus denen in die Öffentlichkeit getragen wurde, dass der Abbé die Geschichte des Lazarus nach Südfrankreich verlegt hatte. Am 30. April 1914 wird Boudet auf Betreiben der Diözese von seinem Amt als Dorfpfarrer in Rennes les Bains zum Rücktritt gezwungen und zieht sich nach Axat zurück. Noch im selben Jahr tritt Rescanieres, als Nachfolger von Boudet, sein Amt als Pfarrer in der Gemeinde Rennes les Bains an. Er versucht, Licht in das Dunkel um die Aktivitäten seines Vorgängers zu bringen. Er wird am 1. Januar 1915 in der Nacht Opfer der tödlichen Schüsse eines Scharfschützen. Er wird in seinem Arbeitsraum durch das geschlossene Fenster erschossen. Möglicherweise hat er sich zu gründlich für die Aktivitäten seines Vorgängers interessiert. Knapp drei Monate später, am 26. März 1915 schreibt Boudet an Bischof Beausejour einen Brief, in dem er andeutet, Licht in das Dunkel um den Mord an seinem Nachfolger Rescaniers bringen zu können. Am 30. März 1915 stirbt der 75-jährige in Axat, nachdem er in der Nacht vorher Besuch von zwei Männern erhalten hatte. Bei diesen Männern handelte es sich um Saunière und einen Führer, der Saunière zu Boudet geleitete. Die Gesandten des Bischofs kommen einen Tag zu spät. Boudet ist bereits tot, als die Gesandten Axat erreichen.
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