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Wenige Kilometer von Rennes le Chateau, oberhalb des kleinen Dorfs Bugarach erhebt sich der gleichnamige Berg Pech de Bugarach. Mit 1233 m Höhe der höchste Berg in der weiteren Umgebung. Zu früherer Zeit möglicherweise ein Ort kultischer Verehrung. Hier im Dorf lebte die Familie Corbu bevor sie das Anwesen Saunieres in Rennes le Chateau von Marie Denarnaud übernahm Die wenigen Häuser des Dorfs konzentrieren sich um die Ruinen der alten baufälligen Burg. Notdürftig abgestützt, trutzt das alte Bauwerk dem Zahn der Zeit. Zwischen Dorf und Felsmassiv liegt ein kleiner Stausee, der das Wasser für den regionalen landwirtschaftlichen Betrieb speichert. Folgt man seinem Zufluss, gelangt man nach knapp 2 km an die Kaskaden de Mathieux. 
In den späten Herbst- und Wintermonaten, wenn das Felsmassiv von dichten Wolken verhüllt ist ein düster, romantischer Ort, an dem Legenden entstehen. Von geheimnisvollen Lichterscheinungen am Berg ist da die Rede. Ja, verschiedentlich mutieren diese wilden Geschichten bis hin zu UFO Sichtungen. Es erheben sich Stimmen, die behaupten, der Berg wäre vulkanischen Ursprungs und in seinem Inneren würden gigantische Hohlräume existieren. Wohl genährt von all diesen Geschichten und Gerüchten macht in letzter Zeit auch die sogenannte Bettex-Affaire die Runde.

L`Affaire de Bettex : In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts taucht ein Mann aus der Schweiz in dem kleinen Dorf auf. Sein Name ist Bettex, sein Ziel, der Pech de Bugarach. Hier, so hofft er, wird er seine Forschungen über einem möglichen Zugang zu dem legendären Agharti weiter verfolgen können. Bettex quartiert sich im Dorf ein und macht sich auf die Suche. In einem der Gewölbe des alten Chateaus entdeckt er eine geheimnisvolle Inschrift. Bettex verfolgt die neue Spur und trifft im Zuge seiner Recherchen auf Déodat Roché. Schon seit längerer Zeit befasst sich Roché mit der Historie der Gegend und hat in Arques ein umfangreiches Archiv über die Katharer angelegt (heutiges Katharermuseum). Anscheinend kann Roché dem Mann aus der Schweiz weitere Informationen zu seiner Suche liefern und macht ihn mit Lucienne Julien bekannt. Durch dieses Zusammentreffen erfährt seine Forschung eine entscheidende Wendung. Bettex ist auf eine neue Spur gestoßen. Er glaubt nun über Hinweise zu verfügen, die belegen, dass sich die verschollene Bundeslade in einem der namenlosen Höhlensysteme in einer geheimnisvollen Kammer verbergen soll. Bettex verbringt nun einen großen Teil seiner Zeit mit der Erforschung endloser Tunnel- und Höhlensysteme am Bugarach. Er scheint seinem Ziel nahe zu sein. Er lässt verlauten, dass er kurz vor einer sensationellen Entdeckung steht. Doch dann kurz darauf, so die Berichte, kommt er von seiner letzten Tour nicht mehr zurück. Bettex ist verschollen. Irgendwo muss er bei der Erkundung in einem der zahlreichen Höhlensysteme verunglückt sein. Die folgende Suche nach ihm gestaltet sich als erfolglos und wird nach einiger Zeit abgebrochen. Bettex bleibt bis heute verschwunden. Einer weiteren Variante dieser Geschichte zufolge wurde seine Leiche völlig dehydriert in einer der großen Galerien einer nicht näher bezeichneten Höhle entdeckt und geborgen. Soweit die Legende. Bei meiner Recherche in der Mairie von Bugarach erhalte ich im August 2007 allerdings andere Informationen. Eine Anwesenheit von Bettex in den 80er Jahren wird mir zwar bestätigt. Er soll hier am Bugarach eine längere Zeit mit seiner Suche zugebracht haben. Doch dann, später, hat er die Region wieder verlassen und ist in die Schweiz zurückgekehrt. Hier soll er dann friedlich verstorben sein.
Namen wie Font de Dotz oder Bufo Fret geistern seit dem immer wieder durch das Internet und finden in den Geschichten um Rennes le Chateau weitere Erwähnung. Endlose Höhlensysteme, die sich über 6 km tief unter dem Massiv des Bugarach erstrecken sollen. Doch hat sie je einer zu Gesicht bekommen? In der Vergangenheit war meiner Suche jedenfalls kein Erfolg beschieden. Irgendwann neigte ich dazu, diese Höhlen in das Reich von Legenden und Fabeln a la Bettex zu verweisen. Ja, gewissermaßen ein weiterer Fake im endlosen Sumpf von Falschinformationen um die Geschichten um Rennes le Chateau. Doch unerwarteter weise gelingt mir dann ein Treffer und ich gelange an die Lambert - Koordinaten besagter Höhlensysteme. Doch eins ist schnell klar, die Koordinaten zu besitzen und die Objekte in dem unübersichtlichen Gelände zu finden sind zwei paar Schuhe wie ein altes Sprichwort lautet.
Höhlen im Felsmassiv des Bugarach; Font de Dotz, Bufo Fret, B8, Alabrena
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