|
Geschrieben von Admin
|
|
Neue Bilder über den Tafelberg Castaillas sowie eine Exkursion auf das Plateau des Tafelbergs. Material über eine Grotte sowie einen mysteriösen Schacht am Rand des Plateaus. Nach einiger Mühe erreichen wir endlich über den Ostabhang das Plateau des Tafelbergs und sind überrascht.
Das Plateau des Tafelbergs wirkt geradezu leergefegt! Lockeres Geröll, Steine und niedriger Buschbestand (30-50cm Höhe) - das ist alles, was heute auf dem Plateau anzutreffen ist! Bei unserer weiteren Exkursion auf dem Tafelberg, stoßen wir an dem Ostabhang auf eine schachtartige Öffnung sowie auf eine Grotte.
Als vor etwa 30 Jahren das Plateau mit einem Bagger begradigt (nicht abgetragen) wurde, sollen verschiedene Steine einer Villa aus dem 19. Jahrhundert gefunden worden sein. Seinen Namen leitet der Berg von dem Wort Festung (= Castaillas) ab. Ob dort allerdings jemals eine Festung oder ein Vorposten stand, ist nicht belegbar. Nachdem Louis Fedie (1880) in seiner Publikation "Die Stadt der Fuhrwerke" erstmals die Vorstellung aufgreift, dass sich auf dem Plateau des Castaillas eine Festungsanlage befunden hat, wird diese Vorstellung von verschiedenen Autoren später weiter aufgegriffen und ausgeschmückt. Entsprechende Bodenfunde oder Grabungen hat es hier bis heute jedenfalls nicht gegeben. Sollte hier jemals ein Vorposten gestanden haben, wird es sich aufgrund fehlender Bausubstanz wahrscheinlich um eine Konstruktion aus Holz gehandelt haben. 
Auch die bunt schillernde Geschichte, dass das Plateau in der Vergangenheit von den Rotschilds auf der Suche nach dem Schatz abgetragen worden sein soll, erweist sich als Unsinn. Der vorletzte Besitzer des Geländes hat im Rahmen einer Umgestaltung das Plateau mit einem Bagger begradigt und den Rand der Fläche mit Bäumen bepflanzt, um so eine neue Nutzfläche zu schaffen. Das Gelände ging dann später in den Besitz eines Belgiers über, der an der Südseite des Bergs, direkt unterhalb des Plateaus die Fundamente eines Gebäudes anlegte. Da der Berg dann unter Naturschutz gestellt wurde, konnten die Bautätigkeiten vermutlich nicht weitergeführt werden. Im Jahr 2005 stand der Berg mit dem umliegenden Gelände dann wieder zum Weiterverkauf an.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 19. März 2008 )
|