Rennes le Chateau Report II

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  • Samstag, 27. Februar 2010

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Geschrieben von Admin   

"Fakes" aus und um Rennes le Château

Die Zahl der veröffentlichten Werke zu dem Thema Rennes le Château ist Legion. Mangels neuer Informationen steht die Mehrzahl der Autoren vor dem Problem, die Bedürfnisse ihrer Leser nach "neuen Informationen" zu befriedigen. So werden zahlreiche Ausschmückungen und "neue Fakten" in die Geschichte eingefügt, die sich allerdings bei genauerer Betrachtung als luftige Konstrukte erweisen.


Hierzu einige Beispiele:


Die sogenannten Pergamente ( Pergament 1 & 2)
Die sogenannten Pergamente in der Geschichte um Rennes le Château (Pergament 1 &2) sind offensichtlich von Plantard und Cherisey selbst angefertigt. Spätestens nach der Terra X Sendung zum Thema wird klar, dass die sogenannten Pergamente, die erstmals in einem Buch von de Sede veröffentlicht wurden, nicht das sind, was sie versuchen vorzugeben. Siehe auch Pergamente und weiteres im Internet.

Das Priorat von Zion soll zur Zeit der Kreuzzüge gegründet worden. Eine weitere erfolgreiche Erfindung der Plantard-Connection. Dieser Komplex der Geschichte ist eine freie Erfindung ihrer Verbreiter und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.

Ab 1915 verfügt Saunière wieder über große finanzielle Mittel und plant, bis kurz vor seinem Tod, größere Bauvorhaben. Zitat Corbu:"Er wollte 1917 weitere größere Bauvorhaben in Angriff nehmen, wie die Errichtung eines 50 m hohen Turms. Des weiteren plante er die Wiederherstellung des alten Ringwalls um das Dorf, wie er ihn bereits zwischen der Tour Magdala und der Orangerie realisiert hatte und eine Erweiterung des bestehenden Turms um ein Stockwerk. Er soll sogar noch am 5. Januar 1917 die Planungen abgeschlossen und die Aufträge zur Ausführung der Bauvorhaben erteilt haben." Aber noch bevor er seine Pläne verwirklichen kann, stirbt er plötzlich am 17. Januar 1917. In dem Buch ‘L’Héritage de l’Abbé Saunière’ von der Tochter Corbus und ihrem Ehemann Antoine Captier ist lediglich die Rede von der Planung eines kleineren Gartenhauses. Dieses Vorhaben soll derselben Quelle zufolge aus Kostengründen bereits 1915 aufgegeben worden sein.

ImageOtto Rahn und die SS
Wohl animiert von der "Indiana Jones Serie" kamen in der Vergangenheit verschieden Autoren auf die Idee, den Rennes le Château Komplex mit dieser Variante anzureichern.
Otto Rahn:
geboren 1904 im hessischen Michelstadt. Nach seinem Schulabschluss belegte er zuerst den Studiengang Jura und danach studierte er Literatur und Geschichte. Rahn verließ die Universität ohne Abschluss und reiste Anfang der 30er Jahre nach Südfrankreich. Hier lernte er dann Magre Lind und Gadal kennen. Wohl eher von einer romantischen Grundstimmung als von konkretem Wissen angetrieben, nähert er sich über die Parzival-Dichtung des Wolfram von Eschenbach der Geschichte der Katharer. So identifiziert er dann schließlich den Montsegur mit der Gralsburg Montsalvatsche. In der Zeit von 1930-32 erforscht er mit Gadal in dem Gebiet von Ornolac/Ussat les Bains (Ariege) die dortigen Höhlen nach Spuren der Katharer. Er verfügt in dieser Zeit über kein eigenes Einkommen und ist finanziell von der Gräfin de Pujol-Murat abhängig. Mit deren Auto führte er dann auch seine Exkursionen in unmittelbarer Umgebung von Ornolac und Montsegur durch. Ein Versuch, sich aus der finanziellen Abhängigkeit der Gräfin zu befreien, scheiterte und er war letztendlich gezwungen, wieder nach Deutschland zurückzukehren. 1933 veröffentlichte er dann sein Werk "Kreuzzug gegen den Gral". Die französische Übersetzung folgte bereits ein Jahr später. Rahn tritt nun der SS bzw. der von Himmler aufgebaute "Wissenschaftsorganisation Ahnenerbe" bei. Zwischen 1936 und 1937 unternimmt er dann Forschungsreisen nach Island und Finnland. Es kommt dabei wohl auch zu Kontakten zu den Okkultisten im Dunstkreis Himmlers. Möglicherweise geprägt von diesem Einfluss entsteht dann sein Werk "Luzifers Hofgesind". In diesem Buch beschrieb er dann auch ausführlich welche Orte er bei seiner "Südfrankreich-Exkursion" damals tatsächlich aufsuchte. Rennes le Chateau wird jedenfalls in keinem seiner Büchern mit einem einzigen Wort erwähnt. Vielmehr war es wohl die spätere Verbindung Rahns mit der SS, die mehrere Schreiberlinge inspirierte, fiktive Augenzeugen in Rennes le Chateau zu bemühen, um eine Verbindung Rahns in dieser Angelegenheit herzustellen. Wohl frei nach dem Motto: die Nazis auf der Suche nach dem heiligen Gral á la Indiana Jones. Absurder Unsinn, der in den Geschichten um Rennes le Chateau überwiegend anzutreffen ist. 1938 kommt es dann zu einem Zerwürfnis zwischen Rahn und seinen Kollegen vom Ahnenerbe. Im März 1939 fand man seinen Leichnam erfroren am Wilden Kaiser.

 Das Grab von Christus (Perillos)
An Unsinn wohl kaum zu überbieten! Die große Geschichte eines kleinen Franzosen mit dem Namen Douzet. In Frankreich absolut gemieden und als Fantast oder gar als Spinner bezeichnet, unternimmt Douzet nun den Versuch, diese Absurdität in Deutschland zu verbreiten. Douzet will mit Hilfe eines Landschaftsmodells in unmittelbarer Nähe von Perillos auf das Grab von Christus gestoßen sein. Mit der Galileo Spezial Sendung dürfte er wohl eine erste Bruchlandung hingelegt haben. In dieser bunt schillernden Sendung bietet Douzet Pro7 die Position des Jesus Grabs für eine Millionen Euro an. Die Frage, die sich dann aufdrängt: warum versteigert er den Erlöser nicht gleich bei E-Bay? Siehe auch Perillos.

Der Tafelberg Casteillas soll im Auftrag von den Rothschilds auf der Suche nach einem Schatz abgetragen worden sein. Siehe auch Casteillas.

Das Grab von Pontils soll auf einem Gemälde von Poussin abgebildet sein.
Das Grab stand auf einem Felshügel, der sich ca. 50 Meter von der Straße nach Arques direkt neben einer Steinbrücke befindet und ist von dort gut einzusehen. Heute ist noch deutlich das Fundament und somit die Position und Ausrichtung des Grabes zu erkennen. Das Grab wurde bis 1933 fertig gestellt. Nach Aussage von Pierre Jarnac in dem Buch "Historie du trésor de Rennes-le-Château" wurde das erste Grab an dieser Stelle um 1903 angelegt und mit einem Grabstein (dalle funéraire) versehen. Erst um 1933 soll das zweite Grab, das auf alten Fotos noch zu sehen ist, von Louis Lawrence erstellt worden sein. Am 9. April 1988 wurde es von seinem Besitzer Roussett zerstört, da er die Anwesenheit der Touristen, die immer wieder auf seinem Grundstück herumtrampelten, nicht länger ertragen wollte. Vor 1900 hat es, im Gegensatz zu den Angaben gewisser Autoren, an dieser Stelle jedoch kein Grab gegeben! Ein Bezug des Grabes zu dem Bild Poussins im Zusammenhang des Pariser Null-Meridians scheint grotesk und an den Haaren herbeigezogen. Weder lässt sich der Hintergrund auf dem Gemälde des Meisters mit der Landschaft bei Pontils in Verbindung bringen, noch besteht irgendein Zusammenhang mit dem Pariser Null-Meridian. Als klar wird, dass das Foto von dem Grab, das oben genannte Grab aus dem 20. Jahrhundert zeigt, wird kurzerhand verbreitet, dass sich ja möglicherweise in der Vergangenheit, ein vergleichbares Grab an eben dieser Stelle befunden hat.

Weitere Informationen auf der DVD - Der Rennes le Chateau Report II

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 19. März 2008 )
 

Umfrage 3

Wie ist der Abbe zu seinem Reichtum gelangt?
 

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Expedition 2009


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- Video: Bildformat 4:3 -
- Spiellänge 60 Minuten -
- Bonustrack: Alarich Berge -
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Newsflash

Bugarach
Der Pech de Bugarach - mit 1233 m Höhe ist er der höchste Berg in der weiteren Umgebung. Am Nordwestabhang des Massivs liegt das kleine Dorf Bugarach. Hier lebte die Familie Corbu bevor sie das Anwesen Saunieres von Marie Denarnaud übernahm Die wenigen Häuser des Dorfs konzentrieren sich um die Ruinen des alten baufälligen Chateaus.Notdürftig abgestützt trutzt das alte Bauwerk dem Zahn der Zeit. Tiefdruckgebiete vom Atlantik stoßen hier auf Hochdruckgebiete aus dem Süden. In der Atmosphäre kommt es dann gerade in den Herbstmonaten zu starken elektrostatischen Entladungen, die sich in eindrucksvollen Lichterscheinungen bemerkbar machen.
 

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