Rennes le Chateau Report II

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  • Samstag, 28. Januar 2012

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Notre Dame de Maceille - LimouxLimoux - Etwa 30km von Rennes le Chateau entfernt liegt Limoux. Die Suche nach dem alten Rhaede konzentriert sich in letzter Zeit auf dieses Gelände. Im Gegensatz zu Rennes le Chateau sind die Voraussetzungen für eine Siedlung /Stadt mit geschilderten Einwohnerzahl hier wohl weitaus ehr gegeben als auf dem kleinen Dorfhügel von Rennes le Chateau.
Notre Dame de Maceille -   hier, in unmittelbarer Nähe zur Kirche, soll sich eine "Krypta" aus westgotischer Zeit befinden. Bertaulet will diese geheimnisvolle "Krypta" nach langjähriger Recherche mit Hilfe von Aufzeichnungen des Abbe Boudet wieder entdeckt haben. In seinem Bericht: De verloren konig en de bronnen van de graallegende schildert er ausführlich, wie er im Rahmen seiner Ermittlungen auf dieses Doppelgewölbe gestoßen ist.
1886 publiziert der Abbé Boudet sein Buch "La vraie langue celtique et le cromleck de rennes les Bains " (Die wahre keltische Sprache und der Steinkreis von Rennes les Bains). In diesem Buch wird Bezug auf ein Versteck in unmittelbarer Nähe der Kirche Notre Dame de Marceille genommen.

 Notre Dame de Maceille - Limoux 

Die Frage, ob es sich hierbei tatsächlich um ein Doppelgewölbe der Westgoten handelt, wie Bertaulet in seinem Buch schildert oder ob dieses Bauwerk möglicherweise mit den Templern in Verbindung stand, wurde archäologisch bis heute nicht überprüft.
Ein deutscher Buchautor (Franjo Terhart) schöpft weiter aus dieser Quelle und schlussfolgert, dass es sich bei dieser "Krypta" um ein Geheimnis zwischen Sauniere und Monseigneur Billard gehandelt haben soll. Er bezieht sich auf folgenden Tagebucheintrag Saunieres: "Vu Curé de Nevian - Chéz Gélis - Chéz carrière - Vu Cros et Secret." und interpretiert den letzten Begriff in diesem Text (Secret.) als Geheimnis.
In seinem Buch "Der Schatz der Tempelritter" beschreibt er auf Seite 158 den Ort wie folgt: "Die unterirdische Kapelle besteht aus zwei Räumen - ähnlich wie bei dem von mir wiederentdeckten Tempel in der Normandie. Vor allem eine ganz bestimmte zentrale Stelle an der Wand im zweiten großen Saal. Dort wurde genau wie im unterirdischen Tempel in der Normandie eine rechteckige Vertiefung aus der Wand gehauen, die an ihrer oberen Seite gewölbt ist und wie der Eingang zu einer alten Kirche wirkt. Diese Aushöhlung ist nur so tief, dass man etwas hineinstellen kann: ein Kreuz, ein Bild oder aber...."

Ich will es genauer wissen, und begebe mich nach Carcassonne. Hier erfahre ich in dem entsprechenden Department, dass es in dem fraglichen Gelände keine unterirdischen Räume gibt, sondern dass es sich bei dem Objekt lediglich um einen Tunnel handelt, der in einen tiefen Schacht mündet. Der Ort wird als extrem gefährlich geschildert und von einer Exkursion wird ausdrücklich abgeraten. Aufgrund der sehr unterschiedlich Beschreibungen des Objektes und um endlich, zumindest was das Bildmaterial betrifft, ein für alle mal Klarheit zu schaffen, versuche ich das Objekt zu finden. Mit den spärlichen Informationen, die mir in Carcassonne über die räumliche Lage des Bauwerkes mitgeteilt wurden, begebe ich mich wieder zurück nach Limoux.

Notre Dame de Maceille - Gew?lbeDie Suche gestaltet sich zu einer wahren Tortur. Das Gelände unterhalb der Kirche, ausgehend von der alten Quelle erweist sich als ein undurchdringliches Dornengestrüpp. Ein kaum sichtbarer, verschlungener Pfad führt  durch das dichte Buschwerk. Nach einiger Zeit wird eine stillgelegte Trafostation sichtbar, die an eine Hausruine grenzt. Auf dem Boden innerhalb der Ruine, fast unsichtbar, bedeckt von Laub, befindet sich ein großes Metallblech, das sich leicht beiseite schieben lässt. Nachdem das Hindernis beseitigt ist, wird der Zugang zu einem niedrigen Stollen sichtbar. Notre Dame de Maceille - Gew?lbeÜber eine Treppe gelangt man in einen engen Tunnel, der etwa 50 cm breit und etwas über einen Meter hoch ist. Nachdem ich mich über Gesteinschutt am Anfang des Tunnels 5 Meter weit vorgearbeitet habe (Bild) fällt der Schein meiner Lampe in ein hohes Gewölbe. Der Stollen mündet im Deckenbereich und 5 Meter tiefer liegt der Boden der Kammer. Die Beschreibung von Bertaulet scheint sich zu bestätigen. Unten ankommen, verschaffe ich mir einen ersten Eindruck. Ein enger Durchgang führt von hier in eine zweite Kammer. An der linken Wand der ersten Kammer, in etwa drei Meter Höhe, befindet sich eine schmale, ein Meter hohe Öffnung, die früher in eine weitere Kammer führte. Die Anlage bestand vermutlich aus drei Kammern, von denen die dritte Kammer eingestürzt ist.

Notre Dame de Maceille - Gew?lbe Direkt neben dem Trafohaus (2 Meter westlich) kann man deutlich eine starke, trichterförmige Absenkung im Gelände erkennen. Hier befand sich früher eine dritte Kammer, die mit der erhalten gebliebenen ersten und zweiten Kammer, verbunden war.

Die Position des Objektes:
Aufgrund verschiedener Anfragen über die genaue Position des Objektes folgt an dieser Stelle eine kurze Wegbeschreibung zu dem Objekt. Doch Vorsicht: die Besichtigung des Objekts ist gefährlich! In der Vergangenheit ist es hier bereits zu mehreren Unfällen gekommen! Wegbeschreibung: Vom Parkplatz direkt vor der Kirche (Haupteingang) dem gepflasterten Steinweg abwärts folgen. An der Quelle vorbei bis vor die Brücke. Unmittelbar vor der Brücke rechts (von der Freifläche aus) der verschlungenen Hauptroute des Trampelpfades durch das Gestrüpp folgen (relativ immer geradeaus halten) - bis zum Trafohaus. Hier befindet sich eine Hausruine. In diesem Bereich liegen zwei Metallbleche. Ein Blech befindet sich als Abdeckung über dem ersten Gewölbe. Das Blech entfernen, so dass das Licht in das Gewölbe fallen kann. Dann das große Blech innerhalb der Hausruine entfernen und dem Tunnel folgen.

Limoux

Nun ist äußerste Vorsicht angesagt. Der Tunnel mündet im Deckenbereich in dem ersten Gewölbe. Es geht nun ca. 4-5m senkrecht an der Wand abwärts. Gute Kletterkenntnisse sind hier gefragt. Der Abstieg in das Gewölbes ist für den ungeübten Kletterer extrem gefährlich! Das Trafohaus und Hausruine sind von der Kirche aus nicht sichtbar. Sie befinden sich in in einer Bodensenke im dichten Gestrüpp verborgen.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 24. April 2011 )
 
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