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Prieure de Sion
Die Prieuré de Sion wird im Umfeld der Geschichte um Rennes Le Château erwähnt. Es soll sich hierbei um einen Geheimbund handeln, der 1099 von Gottfried von Bouillon in Jerusalem gegründet wurde und mit den Templern verbunden war. Die Prieuré soll ihren Sitz in einem Kloster auf dem Berg Zion gehabt haben.
Die Abspaltung der Prieure von den Templern, so jedenfalls will uns de Sede glauben machen, hat 1188 unter der Ulme von Gisors stattgefunden. Jean de Gisors soll dann als der erste Großmeister der Prieure fungiert haben. De Sede mischt hierbei geschichtliche Fakten geschickt mit Spekulationen und reinen Mutmaßungen, so dass hierbei der Eindruck entsteht, dass er seine Geschichte um Gisors (Die Templer sind unter uns) mit der Rennes le Chateau Storry zu einem neuen, bunten "de Séde Universum" fusionieren möchte. Außerdem gelingt es ihm mit diesem Schachzug die Templer in die Rennes le Château Storry weiter einzubinden.
Nach angeblichen Papieren der Prieuré de Sion gebot der Orden im 15. Jahrhundert in Frankreich über 27 Komturein (Lincoln - der Heilige Gral und seine Erben - S.134-135), wobei aus einem Dossier zu entnehmen ist, dass sich in Rennes le Château ein geheimes Gewölbe mit dem Namen Beth-Ania befunden haben soll.
Papiere über die Prieuré tauchen erstmals 1956 in Frankreich auf. In den Dossiers Secrets werden die Großmeister der Prieuré von 1188 bis heute aufgeführt. Bei dem ersten unabhängigen Großmeister des Ordens soll es sich demnach um Johann von Gisors gehandelt haben. Am 17. Januar 1981 soll in Blois auf einem Konvent der Prieuré, Pierre Plantard de Saint-Clair zum Großmeister des Ordens gewählt worden sein.
Die Prieuré de Sion soll im Besitz von Beweisen sein, die belegen, dass Jesus Christus die Kreuzigung überlebt hat und nicht nur das. Michael Baigent, Richard Leigh, Henry Lincoln, Autoren von "Der heilige Gral und seine Erben" spekulieren, dass Jesus ein Abkömmling Davids gewesen ist, der damit einen rechtmäßigen Anspruch auf den Thron der Juden in Jerusalem hatte. Die Autoren vermuten weiter, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war und dass Maria nach der Kreuzigung nach Frankreich floh. Diese Blutlinie soll angeblich Jahrhunderte später, durch das Geschlecht der Merowinger wieder ihren Thron in Südfrankreich innegehabt haben. Diese Behauptungen sollen mit den Pergamenten der Königin Blanca von Kastilien, die Bérenger Saunière unter anderen Pergamenten in der Kirche von Rennes le Château gefunden hat, belegt werden. Doch leider sind diese Pergamente verschollen. 1965 sollen diese Pergamente nämlich von der Nichte Bérengers an einen gewissen Captain Ronald Stansmore und Sir Thomas Frazer verkauft worden sein, um danach in der Lloyds Bank Europe Ltd. deponiert zu werden. Eine Kopie besagter Schriftstücke, die Saunière seinerzeit für das Dorfarchiv erstellte sind leider ebenfalls nicht mehr zugänglich. Nach den Geschichten de Sèdes brannte das Rathaus Anfang des 20. Jahrhunderts ab und alle Aufzeichnungen gingen somit verloren.

Doch vieles spricht dafür, dass sich das sogenannte Priorat erst gegen 1956 unter Mitwirkung Plantards und de Chériseys in Frankreich formierte und dann später, neu belebt, mit Hilfe de Sèdes in die Öffentlichkeit transportiert wurde. Plantard soll in den 50er Jahren für die Herausgabe eines rechtslastigen Blättchens mit schmaler Auflage verantwortlich sein. Hier bildet sich der Ansatz zu einer unappetitlichen Perspektive. Hat er bei der Namensgebung des Priorat von Zion möglicherweise gar eine Anlehnung an die Weisen von Zion getätigt? Eine Namensgebung, die im ersten Vergleich eine gewisse Ähnlichkeit aufweist. Begriffe wie "König der Welt" bzw. "Könige der Welt" tauchen jedenfalls in beiden Pamphleten auf.
Da kann man dann nur hoffen, dass Paul Smith mit seinen Ausführungen, Plantard hätte bei der Namensgebung seiner Prieuré de Sion eine Anlehnung an den Berg Zion in der Umgebung von Annemasse gemacht, eher in die Zielgerade gelang ( Nachzulesen unter www.priory-of-sion.com ).

Ein Priorat von Zion (Prieuré de Sion) mit einem ursprünglichen Sitz in Jerusalem, das sich bis in heutige Zeit erhalten hat und die Blutlinie der Merowinger in irgendeiner Form vertreten oder bewahren will, ist historisch, entgegen aller Beteuerungen und sogenannter Beweise mancher Autoren eindeutig nicht zu belegen!

Das scheint dem Schöpfer der sogenannten Prieure letztendlich dann auch irgendwann klar geworden zu sein. Als Jean-Luc Chaumeil nach einem Streit mit Plantard in den 80er Jahren Interna der Prieure an die Öffentlichkeit bringt ist Plantard zu einer Reaktion gezwungen. Er versucht zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Nach einem folgenden Interview von Noel mit Plantard veröffentlichte Pinot im April 1989 folgendes: "Plantard sagt, dass die Priory de Sion am 19. September 1738 gegründet wurde". Später, nach dem Tot Plantards, greift sein Sohn, wohl gestützt auf die Aufzeichnungen seines Vaters, das Thema wieder auf und legt nach. Jetzt soll die Prieure de Sion am 17. Januar 1681 gegründet worden sein. Als Gründer werden nun Jean-Timoleon Negri D´Ables und Blaise D´Hautpoul sowie Abbé Andre-Hercule de Fleury genannt und die Prieure soll ihren Ursprung im Razes gehabt haben.

Mittlerweile liegt das Innenleben der sogenannten Prieuere allerdings offen. Was schon Anfangs bereits relativ klar war, läßt sich nun auch belegen - die Prieuere ist eine recht erfolgreiche Schöpfung von Plantard an der auch de Chériseys beteiligt war. Siehe u.a. auch "Wikipedia"

Die Fakten und die historische Erläuterung des Begriffs des Ortes Zion (Sion):

Zuerst wurde die Burg der Jebusiter, die David 1000 v.C. südlich des heutigen Tempelbergs (Jerusalem)"Geschichte der Kreuzzüge" über der Gihonquelle mit der Bezeichnung Zion belegt. Danach ging der Begriff auf den Tempelberg über. Erst nach Christus fiel die Bezeichnung Zion, unter Einfluss des frühen Christentums, auf den außerhalb der Stadtmauer gelegenen Hügel zu. Neben dem Berg lag zu Zeiten der Kreuzfahrer ein Komplex mit der Bezeichnung "Stätte des heiligen Abendmahles". Auf alten Stadtplänen liegt diese Anlage südlich des Zion Tors, außerhalb der alten Stadtbefestigung. Wohl hat es zu Zeiten der Kreuzzüge auf dem Berg Zion, bzw. in seiner unmittelbaren Umgebung, ein Kloster gegeben. An anderer Stelle wird auch von einer Basilika auf dem Berg Zion gesprochen, die von den Kreuzfahrern übernommen und erweitert oder umgebaut wurde. Bei Steven Runciman kann man auf Seite 311 nachlesen: "Dagobert zog sich aus dem Palast des Patriarchen in ein Kloster auf dem Berg Zion zurück, wo er seine Zeit mit Gebeten und frommen Übungen zubrachte".

 Die Vorstellung, dass es sich bei dem Priorat von Zion gar um einen inneren Zirkel der Templer oder um ein assoziatives Element gehandelt haben könnte, ist aufgrund der Geschichte und des Selbstverständnisses des Templerordens abwegig. Die Kontrolle und Steuerung des Templerordens oblag allein dem jeweiligen Großmeister.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 19. März 2008 )
 
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Newsflash

Carcassonne
Carcassonne - Aus einem gallischen Dorf, bauten die Römer hier erstmalig eine befestigte Stadt mit dem Namen Colonia Julia Carcasso . Im 8. Jahrhundert ließen sich dann die Westgoten an diesem Ort nieder. Erst später im Mittelalter erbaute die Dynastie der Trencavel die Grafenburg. 

Im Juli 1209 wurde Carcassonne durch Verrat von den Truppen der Kreuzfahrer eingenommen. Die Stadt wurde durch Simon de Montfort, der zum Vicomte von Beziers und Carcassone ernannt wurde, zum Hauptquartier des Kreuzzuges ernannt. 1229 wurde das Gebiet des Vicomte aufgelöst und von einem Vertreter der französischen Krone verwaltet. Carcassone wurde zum Hauptquartier des gegen Katalonien ausgerichteten Verteidigungssystems, das aus Aguilar, Puilaurens, Quéribus, Peyrepertuse und Termes bestand. 1659 verlor die Festung Carcassone aufgrund des Pyrenäenvertrags, der das Roussilon Frankreich angliederte, seine militärische Bedeutung und wurde dem Verfall preisgegeben.

 

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