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Dagobert II. , Frankenkönig (652 - 679), geboren im Jahr 652, am 23. Dezember 679 bei Stenay ermordet und dort begraben.
Dagobert II. wurde nach dem Tod seines Vaters, Sigibert III., von dem amtierenden Hausmeier Grimoald an den Bischof Desiderius von Poitiers übergeben. Der Bischof ließ den jungen König nach Irland in ein Kloster bringen. Nachdem Grimoald den Prinzen auf diese Weise entsorgt hatte, war der Weg für die Interessen des intriganten Hausmeiers geebnet. Er ließ nun seinen Adoptivsohn Childebert III. mit einem Staatsstreich 662 zum austrasischen König erheben. 675 wird Childebert III. ermordet. Der Hausmeier Wulfoald lässt nun Dagobert aus seinem irländischen Exil zurückbringen. Noch im selben Jahr (675) erhält Dagobert die Kontrolle über Austrien zurück. Sein Gegenspieler zu dieser Zeit ist Eborin, dem Dagoberts Rückkehr sehr ungelegen kam. 677 kommt es zwischen den Austriern und dem neustrischen Heer unter Führung Eborins zu einer Schlacht, die unentschieden endet. Bereits zwei Jahre später, am 23.12.679, wird Dagobert von seinen Gegenspielern bei Stenay (Ardennen) ermordet.
In Stenay stieß man im Untergrund der Innenstadt auf Fragmente eines Bauwerkes aus der Epoche von Dagobert II., dessen Portal aus Trümmern rekonstruiert wurde (Bild oben). Die dahinterliegenden Räumlichkeiten waren ehemals Bestandteil der Gesamtkonstruktion.
Im Umfeld von Stenay befindet sich im Wald der Ort "Fontaine de Dagobert". Hier soll den jungen König, der Geschichte nach, sein Schicksal ereilt haben (Bild 5-7). Auf einem Jagausflug am 23.12.679 soll er hier von seinen Widersachern beseitigt worden sein. Ob er in einer offenen Auseinandersetzung unterlag oder ob er hinterrücks, als er sich zum Trinken an der Quelle niederbeugte gemeuchelt wurde ist unklar. Klar ist, dass er diesen Ort nicht mehr lebend verließ. Sein Leichnam wurde anschließend wenige Kilometer entfernt vorübergehend in einem Jagdschloss aufgebahrt. Was mit einem möglichen Sohn oder anderen eventuellen Nachkommen geschah, ist nicht überliefert. Für die Geschichte, dass sein Sohn nach Rhedae und somit in Sicherheit gebracht wurde, existieren keinerlei historische Belege. Dieser Teil der Geschichte stützt sich hauptsächlich auf das sogenannte 1. Pergament. Da aber spätestens durch Bekanntwerden des Kodex Bazae erhebliche Zweifel an der Echtheit dieses Pergamentes bestehen, kann an dieser Stelle jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen. Übrings soll sich das Original des 1. und 2. Pergaments auf einem einzigen Pergament befunden haben (Vorderseite und Rückseite), Die Äußerungen de Sedes und Plandards sind hier eindeutig. Sie schildern ausführlich, dass es hierdurch zu einer Beziehung der beiden Texte zueinander gekommen ist, die dann später durch die Kopien verloren ging.
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